Kanton Glarus schliesst Jahresrechnung mit Überschuss ab
Der Kanton Glarus schliesst die Jahresrechnung laut Mitteilung vom Mittwoch deutlich besser ab als erwartet. Zum positiven Ergebnis trugen allerdings Sondereffekte und verzögerte Investitionen bei.
Das Budget für das Jahr 2025 ging von einem Defizit von 5,2 Millionen Franken aus, nun fällt die Rechnung laut Mitteilung des Kantons mit einem Gewinn von 0,7 Millionen Franken um 5,9 Millionen Franken besser aus.
Die Rechnung enthalte eine zusätzliche Einlage in den Energiefonds von 8 Millionen Franken und eine Einlage in die finanzpolitische Reserve von 6,3 Millionen Franken, heisst es weiter. Ohne diese Einlagen hätte der Überschuss 15 Millionen Franken betragen.
Sondereffekte und höhere Steuererträge
Gemäss Kanton haben massgeblich Sondereffekte auf der Ertragsseite in der Höhe von 19,3 Millionen Franken zum positiven Abschluss beigetragen, so zum Beispiel eine Sonderdividende der Axpo Holding AG (plus 10,3 Millionen Franken gegenüber dem Budget).
Zudem seien auch die Steuererträge, inklusive Anteil an der direkten Bundessteuer, um 11,2 Millionen Franken höher ausgefallen als budgetiert. Diese seien jedoch durch deutlich höhere Aufwände im Gesundheits- und Sozialwesen wieder ausgeglichen worden.
Kanton hat weniger investiert
Zum positiven Ergebnis beigetragen hätten auch die deutlich tieferen Nettoinvestitionen von 23,7 Millionen Franken, schreibt der Kanton weiter. Im Budget geplant waren 41 Millionen Franken.
Da der Ertragsüberschuss wesentlich auf unerwarteten Entschädigungen aus dem Energiesektor beruhe, habe der Regierungsrat eine zusätzliche Einlage von 8 Millionen Franken in den Energiefonds vorgenommen, heisst es weiter.
Mit dieser zusätzlichen Einlage sei der Beschluss der Landsgemeinde aus dem Jahr 2022 über eine Einlage in den Energiefonds von insgesamt 24 Millionen Franken erfüllt und die Jahresrechnungen ab dem laufenden Jahr 2026 würden von der jährlichen Einlage über 1 Million Franken entlastet.