Die «Chalchi» Netstal legt bald mit dem Bau ihrer Seilbahn los
Die Kalkfabrik Netstal erschliesst einen neuen Steinbruch nördlich ihres heutigen Abbaugebietes. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, beginnt sie demnächst mit dem Bau einer neuen Materialseilbahn. Diese soll Kalk und Gestein vom neuen Abbaugebiet Gründen zum Fabrikgelände runterbefördern.
Zuerst sollen am Berg knapp zwei Hektaren Wald gerodet werden, teilt die Kalkfabrik auf Nachfrage der «Glarner Nachrichten» mit. Damit soll zusätzlicher Platz für den sogenannten Installationsplatz und die Bergstation der Seilbahn geschaffen werden. Später werde dafür auch gesprengt. Der Wanderweg von der Kalkfabrik nach Gründen ist bereits seit Anfang Dezember für den Ausbau der Waldstrasse gesperrt, welche das Gebiet erschliesst. Die Sperrung soll bis ins Frühjahr andauern. Neben Gründen im Norden erschliesst die Kalkfabrik auch ein Abbruchgebiet südlich des heutigen Steinbruches, welches als Elggis Süd bezeichnet wird.
Beladen wird nur bei geschlossenen Türen
Die Erschliessung der neuen Abbaugebiete und der spätere Abbau sollen möglichst leise verlaufen, verspricht die Kalkfabrik. Die Bergstation hat Türen, die geschlossen werden, wenn die Materialseilbahn beladen wird. Die Gebäude werden in Beton gebaut und im Falle der Bergstation mit Lärmschutzelementen ausgekleidet, wie sie etwa entlang von Autobahnen eingesetzt werden. Die Talstation am Grund des heutigen Steinbruchs wird zum Dorf hin zudem mit einer zusätzlichen massiven Betonwand versehen. Diese soll den Lärm einfangen, der beim Beladen der Dumper entsteht.
Die neue Materialseilbahn muss rund 210 Höhenmeter überwinden. Sie wird dabei von zwei Stützen in der Höhe von 21 und 30 Metern getragen. Die Bergstation ist gemäss Baueingabe rund 22 Meter lang, 14 Meter breit und 18 Meter hoch – genug für einen Trax, um ins Gebäude hineinzufahren und seine steinige Fracht durch ein Loch im Boden in die Transportmulde zu schütten. Deren Nutzlast beträgt rund 25 Tonnen.