Kämpferische Schweizer belohnen sich gegen Tschechien
Nach dem Schock um Kevin Fiala zeigt die Schweiz zum Abschluss der Vorrunde eine kämpferische Leistung und belohnt sich. Gegen Tschechien feiert das Team einen wichtigen Sieg für die K.o.-Phase.
Knapp 40 Stunden nach der Lehrstunde gegen Kanadas Star-Ensemble und dem bitteren Turnier-Aus von Kevin Fiala zeigte das Schweizer Team im Duell um Platz 2 in der Gruppe A eine starke Reaktion. «Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir hatten am Freitag einen schwierigen Abend, mussten zusammenrücken. Es war auch emotional nicht einfach», sagte Nationaltrainer Patrick Fischer.
Fiala, der nach einer Operation am Unterschenkel noch nicht wieder zum Team zurückkehren konnte, war in der Mailänder Arena trotzdem omnipräsent. «Wir haben vor dem Match gesagt, dass wir als Team heute für Kevin spielen. Sein Ausfall war ein Riesenschock für alle», erklärte Captain Roman Josi.
Kukans Schuss ins Glück
Diesen Schock und die weiteren Ausfälle von Andrea Glauser und Denis Malgin wegzustecken, ist der Mannschaft eindrücklich gelungen. Gegen hartnäckige Tschechen lag sie 0:1 zurück, ging danach aber dreimal in Führung. Am Ende sorgte Dean Kukan mit dem 4:3 in der zweiten Minute der Verlängerung spektakulär für die Entscheidung. Der Verteidiger der ZSC Lions erwischte Tschechiens Goalie Lukas Dostal nach einem Solo über das ganze Eisfeld mit einem Handgelenkschuss ins hohe Eck.
Das 1:5 gegen Kanada sei für das Team «eine Lektion» gewesen, sagte Kukan. «Wir haben ihr Spiel analysiert und versucht, so wie sie zu spielen. Einfach und intensiv.» Als Mutmacher richtete Fiala vor dem Spiel eine Videobotschaft an das Team. «Er hat uns gesagt, wir sollen Vollgas geben und gegen die Tschechen gewinnen. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut», verriet Kukan.