Junges Schweizer Team will rasanten Aufstieg krönen
Das junge Schweizer Team um Skip Xenia Schwaller hat sich rasant entwickelt. In Calgary will es an seiner ersten Curling-WM ab Samstag für Furore sorgen.
«Es ist immer noch ziemlich surreal, nun hier zu sein und unsere erste Elite-WM zu spielen», sagt Xenia Schwaller am Telefon aus Calgary gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zusammen mit Selina Rychiger, Fabienne Rieder und Selina Gafner löste sie am vorletzten Wochenende mit dem Triumph an den Schweizer Meisterschaften in Bern das WM-Ticket. Im Final gewann das Quartett die Best-of-3-Serie gegen das Team um Skip Silvana Tirinzoni, das zuvor in Cortina d'Ampezzo Olympia-Silber geholt und sich an den letzten sechs Weltmeisterschaften viermal Gold sowie zweimal Silber gesichert hatte.
Schwaller und Co. bestreiten die vierte Saison zusammen und sind zwischen 22 und 23 Jahre alt. Es ist erstaunlich, wie rasch sie den Sprung von den Juniorinnen an die Weltspitze geschafft haben. In der Weltrangliste belegen sie aktuell den 6. Rang, wobei sie zwischenzeitlich sogar noch weiter vorne klassiert waren.
Jung, energisch und hoher Arbeitsethos
Auf die Frage, wie sie ihr Team beschreiben würde, antwortet Xenia Schwaller: «Jung und energisch. Wir sind in allem sehr aktiv, es gibt immer etwas, das wir verbessern wollen.» Zudem seien sie eine sehr lustige Truppe mit vier extrem verschiedenen Charakteren, die sich ideal ergänzen. «Selina (Rychiger) ist der ruhende Pol, Fabienne ist die gute Seele im Team, die andere Selina bringt am meisten Energie hinein. Ich bin auch eher ruhig und für die Taktik zuständig.»
Den hohen Arbeitsethos hebt auch Trainer Andreas Schwaller hervor. Er ist der Vater von Xenia und feierte als Curler grosse Erfolge, etwa den Gewinn von Olympia-Bronze 2002. «Sie stellen beruflich und studienmässig vieles zurück. Nicht so viele Teams sind zu diesem Schritt bereit», sagt er gegenüber Keystone-SDA. «Zudem sind sie auch ziemlich mutig, die schwierigen Themen anzusprechen. Es ist speziell, dass sie in diesen jungen Jahren schon so erfolgreich sind.» So qualifizierten sie sich bereits als Juniorenteam (2024) für die Players' Championship, das prestigeträchtige Abschlussturnier der Grand-Slam-Serie mit den zwölf besten Equipen der Welt.