Junger Regisseur hat bei seinem Film mit KI Kosten gespart
Der Zürcher Damien Hauser hat mit dem Low-Budget-Film «Memory of Princess Mumbi» ein aussergewöhnliches Werk realisiert. Ein Gespräch über künstliche Intelligenz, verzerrte Bilder und den Tod.
Am Anfang stand eine Verlusterfahrung. Damien Hauser, Zürcher Regisseur mit kenianischen Wurzeln, entschied nach dem plötzlichen Tod seines jüngeren Bruders, spontan nach Kenia zu reisen. «Ich habe eine Auszeit gebraucht, eine Ablenkung. Ich wollte etwas tun, das mir Spass macht und dem dunklen Winter in Zürich entfliehen», sagt er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Mit 25 Jahren hat Hauser bereits mehrere Kurz- und Langfilme realisiert, darunter «Blind Love» (2021), «Theo» (2022) oder zuletzt «After The Long Rains».
Die Idee der Geschichte eines Filmemachers, der in einem zukünftigen Afrika auf eine Prinzessin trifft, war grob in seinem Kopf, doch vor Ort habe er «sehr spontan reagiert und ohne Skript mit Freunden und Bekannten gedreht.»
Charmant unperfekt
«Memory of Princess Mumbi», der nach Einladungen an rund 20 Festivals nun bald in den Kinos anläuft, ist ein wilder Ritt geworden – charmant unperfekt, chaotisch, improvisiert und durchzogen von einer grossen Neugierde und einem zugeneigten Blick auf die Menschen.
Damien Hauser nennt es «einen Film in der Brainstorming-Phase». Mit diesem sperrigen Werk fernab von Konventionen und Sehgewohnheiten ist der junge Regisseur ein Risiko eingegangen. Und tatsächlich eckt seine Arbeit an, wie Hauser sagt. Zwar würden natürlich vor allem die positiven Reaktionen direkt zu ihm kommen, doch er wisse, dass einige Menschen nichts damit anfangen könnten. «Das Werk polarisiert stark», sagt er. Das sei aber durchaus so gewollt.
Mit KI Kosten sparen
Was im Low-Budget-Film «Memory of Princess Mumbi» auffällt, ist der konsequente und breitflächige Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Die meisten Hintergründe sind KI-generiert. Der simple Grund: die Kosten.