Julie Derron will auf Hawaii Erfahrung sammeln
An der Ironman-WM auf Hawaii zählt Julie Derron zum erweiterten Kreis der Favoritinnen. Trotzdem setzt sich die Zürcherin keine Rangierung zum Ziel.
3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen – und das bei extremen klimatischen Bedingungen: Das macht die Ironman-WM in Kona, Hawaii, besonders und verspricht vor dem Wettkampf Spannung.
Mit dabei ist Julie Derron. Neben der Norwegerin Solveig Lovseth, der Weltmeisterin des vergangenen Jahres, Taylor Knibb und Lucy Charles-Barclay gehört die Zürcherin zu den Mitfavoritinnen.
Derron bestritt in ihrer Karriere bisher drei Ironmans, zuletzt gewann sie im Juli jenen in Thun. An der Ironman-70.3-WM, also über die halbe Strecke, holte sie in Nizza vor einem Monat zudem Silber. Im Süden Frankreichs sagte sie direkt nach ihrem Erfolg: «Ich freue mich auf Hawaii, es wird mein erstes Mal auf der Insel.»
Woher kommt der Hype?
Vor einem Jahr hatte Derron die Ironman-WM noch verpasst, nachdem die Olympia-Zweite von Paris im August 2025 mit dem Rad gestürzt war. Die 30-Jährige hatte zwar lange noch auf eine Teilnahme gehofft, doch die Nachwirkungen seien zu gravierend gewesen und hätten Konsequenzen für ihre Zukunft haben können, sagte sie damals.
Ein Jahr später will sie den Ironman auf Hawaii deswegen nutzen, um Erfahrung für zukünftige Rennen auf der Insel zu sammeln und zu schauen, «worum es bei dem Hype geht». Dieser hat nicht zuletzt mit der besonderen Strecke zu tun. Geschwommen wird im offenen Meer, die Radstrecke ist windanfällig und der Marathon führt durch das «Energy Lab», das als anstrengendster Teil der 42 Kilometer gilt. Es ist windstill, heiss, geht bergauf, hat keine Zuschauende.