Nicht verstaubt, nicht grau und nicht langweilig
120 Bündnerinnen und Bündner versuchen, am Wochenende 6./7. April den Beweis zu erbringen, dass Politik nicht verstaubt, nicht grau und nicht langweilig ist. «In Gruppenarbeiten und Diskussionen wollen wir Probleme und Lösungen besprechen, aufzeigen und schliesslich umsetzen», sagt Nicola Stocker. Er ist Mitglied der Jungen SVP und Präsident des Organisationskomitees der Jugendsession 2019.
Am ersten Tag stehen Gruppenarbeiten zu den vorgegebenen Themen Jugendpartizipation, Bildung und Ausbildung und Energie und Umwelt an. Stocker profitiert von den Erfahrungen der vergangenen Jugendsession, als er bereits dem Organisationskomitee angehörte. Als grosse Neuerung steht hinter der Veranstaltung seit Anfang Jahr ein Trägerverein. «Dieser trägt die Verantwortung und sorgt für die Nachhaltigkeit, indem er die Erfahrungen sammelt und weitergibt», so Stocker. So müssten die Organisatoren nun nicht alle drei Jahre bei null beginnen. Weiter ist der Trägerverein jene Instanz, die sich nach der Jugendsession um die Anliegen der Teilnehmer kümmert und «dranbleibt», wie Stocker sagt.
Verjüngung als Ziel
Vergangenes Jahr wurden die von der Jugendsession erarbeiteten Petitionen vom Grossen Rat lediglich beantwortet. Überwiesen hat sie das «Grosse Parlament» nicht zuhanden der Regierung. Und genau hier könne der Trägerverein nachhaken. Zudem seien mehrere Grossräte und Grossrats-Stellvertreter daran, ein Netzwerk aufzubauen, damit Jugendparlamentarier das Interesse an der Politik behalten und im Idealfall später für den Grossen Rat kandidieren, so Stocker.