JPMorgan und Goldman Sachs legen deutlich zu
Hohe Einnahmen aus Zinsen und Wertpapierhandel haben den grossen Geldhäusern der USA im vergangenen Quartal unerwartet viel Gewinn eingebracht. Die grösste US-Bank JPMorgan Chase erzielte sogar den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte.
Dies dank der Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa. Auch bei Goldman Sachs, Wells Fargo, Citigroup und Bank of America ging es überraschend stark aufwärts.
Visa-Plus bei JPMorgan
JPMorgan profitierte im zweiten Quartal von sprudelnden Einnahmen in fast allen Geschäftsfeldern. Zusätzlich strich die Bank einen Sondergewinn aus ihrer jahrzehntealten Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa ein, indem sie ihre bisherigen Papiere in andere Aktientypen des Zahlungskonzerns eintauschte. Der Gewinn daraus lag bei 4,6 Milliarden Dollar, nachdem JPMorgan in früheren Jahren mit ähnlichen Schritten insgesamt noch mehr Gewinn erzielt hatte.
Insgesamt sprang der Quartalsüberschuss der Bank im Jahresvergleich um 41 Prozent auf knapp 21,2 Milliarden US-Dollar (18,6 Mrd Euro) hoch. Auch ohne diesen Sonderposten hätte JPMorgan die Analysten-Prognosen übertroffen.
Bankchef Jamie Dimon sieht zugleich mehr Effizienz durch KI: In einigen Positionen habe die Bank dank Künstlicher Intelligenz bis zu 40 Prozent der Jobs abbauen können, sagte er vor Analysten.
Milliardengewinn bei Goldman Sachs
Stark liefen die Geschäfte auch bei der Investmentbank Goldman Sachs. Ein boomender Handel mit Aktien und Anleihen bescherte der Bank im zweiten Quartal einen Gewinn von 6,6 Milliarden Dollar und damit 78 Prozent mehr.
Dabei gab es Zuwächse auf breiter Front: Die gesamten Erträge der Bank stiegen um 39 Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar. Im Aktienhandel sprangen sie um mehr als 70 Prozent in die Höhe, im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen betrug der Anstieg knapp ein Drittel. Die Gebühreneinnahmen aus der Beratung bei Börsengängen und anderen Kapitalmassnahmen wuchsen um mehr als die Hälfte, und der Zinsüberschuss legte um gut ein Viertel zu.