Johan Manzambi begeistert in Freiburg
Der SC Freiburg bejubelt einen historischen Europacup-Coup. Mittendrin ist der Schweizer Nationalspieler Johan Manzambi, der beim Bundesligisten innert kürzester Zeit zum Schlüsselspieler gereift ist.
Kurz vor Mitternacht dröhnte der Party-Hit «Heute fährt die 18 bis nach Istanbul» aus der Kabine. Zuvor hatten die Profis des SC Freiburg den Einzug in den Final der Europa League auf dem Rasen bereits ausgiebig mit den Fans gefeiert. Mittendrin? Johan Manzambi.
Der 20-jährige Schweizer Nationalspieler hatte schon während der Partie Grund zur Freude gehabt. Kurz vor der Pause sorgte er mit einem Traumtor, einem Schlenzer aus rund 20 Metern, für das zwischenzeitliche 2:0.
«Weiss, was zu tun ist»
Schon vor dem Halbfinal-Rückspiel im Breisgau war Manzambi als Schlüsselspieler beworben worden. TV-Experte Bastian Schweinsteiger schwärmte: «Er weiss auf jedem Quadratmeter auf dem Spielfeld, was zu tun ist. Manzambi ist ein Allrounder. Er kann viel laufen, er ist technisch sehr gut, er kann dribbeln, er kann Tore schiessen.»
Und Manzambi selbst sagte: «Ich habe ein gutes Gefühl.» Dieses bestätigte sich mit dem 3:1-Heimsieg gegen Braga. Mit einem Sieg im Final – dem ersten internationalen für Freiburg überhaupt – könnte Manzambi seine Zeit beim Bundesligisten krönen, ehe es ihn vielleicht weiterzieht.
Nach Abgängen wie Kevin Schade (25 Millionen Euro/FC Brentford), Ritsu Doan (21 Millionen Euro/Eintracht Frankfurt) oder Nico Schlotterbeck (20 Millionen Euro/Borussia Dortmund) dürfte der Genfer der nächste grosse Top-Verkauf beim SC Freiburg werden.
Womöglich sogar ein Rekord-Transfer. Auf 35 Millionen Euro taxiert das Portal «transfermarkt.de» seinen Marktwert. Vor knapp eineinhalb Jahren betrug dieser noch 750'000 Euro. «Weiss ich nicht, ob der im nächsten Jahr oder in zwei Jahren noch beim SC Freiburg spielt oder sogar eine Etage höher», urteilte Schweinsteiger, als er anlässlich des Cup-Halbfinals in Stuttgart über Manzambi sprach.