Jetzt wird über die Zukunft der Bündner Schulen diskutiert
Die Volksschule hat die zentrale Funktion, Kinder und Jugendliche auf die eigene Lebensgestaltung in der Gesellschaft vorzubereiten. Damit dies gelingt, wird der Blick auf die wichtigsten langfristigen Entwicklungen gerichtet, beispielsweise auf den digitalen Wandel, die Urbanisierung oder die Diversität. Wie die Regierung mittelt, geht das Diskussionspapier «Bündner Volksschule 2035 – Aufgaben und Perspektiven» im Kern der Frage nach, wie wir als Gesellschaft die Volksschule angesichts dieser Veränderungen in den kommenden Jahren ausgestalten wollen.
Gemeinsame Grundlage
Mit dem Diskussionspapier möchte das Amt für Volksschule und Sport einerseits seine Ziele kommunizieren und nachvollziehbar machen. Andererseits soll die Diskussion über die Weiterentwicklung der Schule unter Lehrpersonen und Erziehungsberechtigten, in Schulleitungen und Verbänden, in der Politik, in der Verwaltung und in einer interessierten Öffentlichkeit angeregt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Um konkrete Lösungen oder Umsetzungswege gehe es dabei aber nicht. Das Diskussionspapier diene vielmehr als gemeinsame Grundlage, um sich Gedanken über die Volksschule von morgen zu machen.
Hier wird das Projekt genau erklärt:
Acht Bereiche
Das Hauptkapitel des Diskussionspapiers präsentiert verschiedene Möglichkeiten zur Stärkung der Volksschule und ist in acht Entwicklungsbereiche aufgeteilt. Diese thematisieren zum Beispiel die Bedingungen für erfolgreiches Lernen, die Schule als Lebensraum oder die Rolle der Erziehungsberechtigten. Für jeden Entwicklungsbereich wurde ein Leitsatz formuliert. Bei manchen dieser Aufgaben und Perspektiven handle es sich um die Weiterführung der bestehenden Praxis, bei anderen gehe es um Neuerungen, heisst es. Die sprachlichen und kulturellen Eigenarten des Kantons Graubünden, insbesondere die Mehrsprachigkeit, seien dabei stets berücksichtigt worden.