«Jetzt ist der Moment für den nächsten Schritt»
Nach dem Gruppensieg der Schweizer zieht Direktor Pierluigi Tami positiv Bilanz. Er lobt die spielerische Dominanz, den Höhenflug von Youngster Manzambi und die professionellen Fortschritte im Staff.
Zwei historische Marken untermauern den Erfolg des Schweizer Nationalteams: Erstmals seit 2006 schliesst die Nati eine WM-Gruppenphase auf Platz 1 ab. Zudem hat sie sich zum vierten Mal in Folge an der WM für die K.o.-Phase qualifiziert – etwas, das sonst nur Frankreich, Brasilien und Argentinien gelang.
Weil bei den vergangenen Turnieren jedoch direkt nach dem ersten K.o.-Duell Schluss war, fordert Pierluigi Tami nun den nächsten Entwicklungsschritt. Der Direktor der Nationalteams bezieht Stellung zu den wichtigsten Themen vor dem anstehenden Sechzehntelfinal.
Zur sportlichen Zwischenbilanz
«Sieben Punkte aus drei Spielen und Platz 1 in der Gruppe – das ist sehr gut. Entscheidend ist für mich aber das Wie: Spielerisch waren wir in jeder Partie die bessere Mannschaft. Natürlich gab es kritische Phasen, wie die Schlussviertelstunde gegen Gastgeber Kanada. Doch genau da haben wir solidarisch und geschlossen als Team verteidigt. Das ist ein starkes Zeichen.»
Zum kommenden Sechzehntelfinal-Gegner
«Die mathematische Formel für die Ermittlung unseres Gegners ist äusserst kompliziert. Wir verschwenden deshalb keine Energie mit Wahrscheinlichkeiten. Ob es nun Algerien unter Vladimir Petkovic oder Belgien unter Rudi Garcia wird, ist nebensächlich. Das Wichtigste und Erfreulichste ist, dass die Schweiz in der K.o.-Runde steht.»
Über strenge Vermieter
«Kürzlich sprach ich mit den Schwestern von Johan Manzambi. Eine erzählte in einem Interview, dass er als Kind so viel in der Wohnung kickte, dass sie nicht schlafen konnte. Ich sagte ihr: ‹Zum Glück habt ihr ihn damals spielen lassen.› Bei mir war das anders: Unter uns wohnte der Vermieter – wenn ich in der Wohnung Fussball spielte, stand er sofort vor der Tür und beschwerte sich. Johans Nachbarn waren zum Glück toleranter.»