Jenny: «Die besten Meetings passieren auf der Sesselbahn»
Die Wahl des Gemeindepräsidenten von St. Moritz hat 2018 nicht nur die Menschen im Engadiner Dorf über Wochen hinweg bewegt, sondern ganz Graubünden. Und dank dem Züricher Kulturkopf Christian Jott Jenny schon bald die ganze Schweiz.
Lange galt eine weitere Amtszeit für den damaligen Gemeindepräsidenten Sigi Asprion als sichere Sache. Bis Jenny auftauchte und die St. Moritzer Politikwelt auf den Kopf stellte. Am zweiten Wahlsonntag machte er schliesslich das Rennen – für viele eine Überraschung.
Mit Jenny wurde eine Person ohne jegliche politische Vergangenheit zum Gemeindepräsidenten gewählt. Man kannte ihn zwar in St. Moritz und in der ganzen Schweiz, aber als kulturellen Kopf und nicht als Politiker. Jenny polarisiert und ist aufgrund dieses ungewöhnlichen Wahlerfolgs als Bündner des Jahres 2018 nominiert – trotz seiner Herkunft. Schliesslich bezeichnet er St. Moritz als «Heimat».
Über explodierende Zigarren und Avocados
Wie jeder Nominierte sollte Jenny von «suedostschweiz.ch» porträtiert werden. Das ist ihm aber zu langweilig. Er schlug ein lockeres Interview vor. Wir haben die Chance genutzt und dem frischgebackenen Politiker ein paar Fragen gestellt.