Janis Moser ist in den NHL-Playoffs für alles gewappnet
Janis Moser zeigt in der NHL eine starke Qualifikation und gehört bei den Tampa Bay Lightning zu den wichtigsten Spielern. Das Team bringt für ihn alles mit, um den Titel zu holen.
Als Janis Moser mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA telefoniert, hat er gerade einen Video-Call mit einem Mentalcoach hinter sich. Mit diesem spricht er über Allgemeines, wobei der Umgang mit negativen Gedanken ein grosses Thema ist – beispielsweise, welche Formen der Selbstgespräche helfen können.
Dass Moser auch im mentalen Bereich an sich arbeitet, kommt nicht von ungefähr. Der 25-jährige Verteidiger gehörte als Nachwuchsspieler stets zu den Kleinsten und Leichtesten, doch er hat aus der Not eine Tugend gemacht und diese Herausforderung als Chance gesehen, versucht überall, das Optimum herauszuholen. Bereits mit 17 Jahren debütierte er bei Biel in der National League, kurz vor seinem 19. Geburtstag bestritt er seine erste WM. 2021 wurde er im NHL-Draft von den Arizona Coyotes als Nummer 60 gezogen. Bei den Coyotes debütierte er am 15. Dezember 2021 in der besten Eishockey-Liga der Welt, mittlerweile bestreitet er seine zweite Saison bei den Tampa Bay Lightning.
Beeindruckende Plus-Minus-Bilanz
In Florida hat sich Moser zu einem der besten Defensivverteidiger der Welt entwickelt. Die eben zu Ende gegangene Qualifikation schloss er mit einer Plus-41-Bilanz ab – nur sechs Spieler hatten in dieser Statistik einen besseren Wert. «Für meinen Aufgabenbereich ist das sicher eine Statistik, die relativ gut zusammenfasst, ob dir das gelingt, was du anstrebst», sagt Moser. Er sei konstanter geworden, habe eine etwas schnellere Auffassung vom Spiel, wobei ihm auch die grössere Erfahrung helfe. Zudem erhielt er aufgrund von Verletzungen der Topverteidiger Victor Hedman und Ryan McDonagh – letzterer bestritt in der Regular Season nur 33 Partien – noch mehr Verantwortung. Einzig Darren Raddysh (22:41 Minuten) kam bei den Lightning im Schnitt auf mehr Eiszeit als der sehr gläubige Seeländer (21:34).
Tampas Headcoach John Cooper sagte einst über Moser: «Er ist wie ein Radiergummi. Immer wenn etwas schiefgeht, macht er den Fehler wieder wett. Es ist grossartig, ihn hinten zu haben. Er ist einfach ein leiser, kompletter Verteidiger.» Diese Wertschätzung hat sich nun auch finanziell ausbezahlt. Im vergangenen Dezember unterschrieb Moser mit den Lightning einen im Sommer beginnenden Vertrag über acht Jahre mit einer Gesamtlohnsumme von 54 Millionen Dollar.