Jan Christen und Hirschi führen ein junges Schweizer EM-Team an
Mit einem jungen Team nehmen die Schweizer Männer am Sonntag das EM-Strassenrennen in Slowenien in Angriff. Jan Christen und Marc Hirschi wollen eine Woche nach der WM vorne mitmischen.
Im spektakulären WM-Strassenrennen von Montreal spielten Jan Christen und Marc Hirschi im Finale keine Rolle mehr. Beide stiegen beim Gold-Coup von Christens amerikanischem UAE-Teamkollege Brandon McNulty vorzeitig aus. Nun bietet sich dem Schweizer Duo nur eine Woche später an den Europameisterschaften in Ljubljana die nächste Chance.
Die Vorzeichen sind allerdings nicht ganz ideal. Christen spürte nach der WM eine leichte Erkältung, fühlt sich inzwischen aber wieder besser. «Die Motivation ist sicher noch hoch», sagt der 22-jährige Aargauer am Tag vor seinem zweitletzten Rennen der Saison gegenüber Keystone-SDA. Auch seine Trainingswerte würden weiterhin stimmen. Gleichzeitig weiss Christen nach einer langen Saison um die Tagesform: «Wenn ich wirklich einen guten Tag erwische, weiss ich, dass ich wieder vorne dabei sein kann.»
Eine Strecke für Christen
Der Parcours könnte dem jungen Schweizer entgegenkommen. Nach einer weitgehend flachen Anfahrt von Ljubljana wartet auf einem fünfmal zu absolvierenden Rundkurs mit dem 2,1 km langen und durchschnittlich gut zehn Prozent steilen Anstieg nach Mozjanca die entscheidende Schwierigkeit. Insgesamt sind auf den 196 km rund 2500 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke führt durch die Heimat des weiterhin verletzt fehlenden Titelverteidigers Tadej Pogacar.
Christen hatte den Rundkurs zum Zeitpunkt des Gesprächs zwar noch nicht besichtigt, dafür aber Informationen von den Schweizer U23-Fahrern eingeholt. Deren Einschätzung gefällt ihm: «Sie haben mir gesagt: Es ist eine Runde wie gemacht für mich.»