«It's a Heartache»-Sängerin Bonnie Tyler mit 75 gestorben
Grosse Powerballaden und ihre unverkennbar rauchige Stimme machten Bonnie Tyler weltweit berühmt. Mit Hits wie «Total Eclipse of the Heart» und «Holding Out for a Hero» sang sie zwei unvergessliche Pophymnen. Nun ist Tyler im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Entsprechende Berichte bestätigte ihr Manager auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
«Bonnie Tylers Familie und ihr Team sind zutiefst erschüttert, mitteilen zu müssen, dass Bonnie gestern Abend unerwartet in einem Krankenhaus in Portugal an den Folgen der Krankheit verstorben ist, wegen der sie behandelt wurde», heisst es in einem Statement auf ihrer offiziellen Webseite.
Grossbritanniens Premierminister Keir Starmer war nach Angaben seines Sprechers «traurig, vom Tod Bonnie Tylers zu hören». Der Labour-Politiker würdigte sie demnach als «eine der grössten britischen Sängerinnen, eine ikonische Figur». Sie hinterlasse einen Musikkatalog, «der die Herzen der Menschen berührt, die Tanzflächen füllt und bei Karaoke-Abenden für Stimmung sorgt».
Zuletzt lag Tyler über Wochen in einem Krankenhaus in Portugal im künstlichen Koma. Ende April war sie in Faro am Darm operiert worden.
Internationaler Durchbruch mit «It's a Heartache»
Geboren wurde Bonnie Tyler als Gaynor Hopkins am 8. Juni 1951 im walisischen Skewen. Sie wuchs mit mehreren Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf und begann früh, in Clubs und Pubs ihrer Heimat zu singen. Um Verwechslungen mit einer anderen Sängerin zu vermeiden, schuf sie zu Beginn ihrer Karriere den Künstlernamen.
Den Start ihrer Laufbahn verdankt sie einem glücklichen Zufall. Ein Talentsucher aus London, der in Südwales eigentlich einen jungen Sänger treffen wollte, hörte Tyler Mitte der 70er Jahre bei einem Auftritt – und vermittelte ihr kurz darauf einen Plattenvertrag. Mit der Single «Lost In France» gelang ihr 1976 der erste Erfolg. Ein Jahr später machte «It's a Heartache» sie weltbekannt.