Italien jubelt mit Antonelli und Sinner
Kimi Antonelli untermauert mit seinem dritten GP-Sieg in Folge seine WM-Ambitionen. Gemeinsam mit Landsmann Jannik Sinner setzt der Mercedes-Shootingstar damit eine kuriose Erfolgsserie fort.
Kimi Antonelli ist längst mehr als die positive Überraschung des Saisonstarts. Der Teenager aus Bologna ist nach seiner überzeugenden Vorstellung in Florida ein ernstzunehmender Anwärter auf den WM-Titel. Nach seiner dritten Pole-Position in Folge am Samstag setzte er diese Serie am Sonntag im Grand Prix von Miami fort und gewann vor den wiedererstarkten McLaren ein Rennen, das letztlich von den befürchteten Gewittern verschont blieb.
Damit fügte der jüngste WM-Leader der Formel-1-Geschichte seinem Traumstart in die Saison ein weiteres Erfolgskapitel hinzu und schrieb erneut Geschichte: Als erster Fahrer überhaupt gewann er seine ersten drei Grands Prix jeweils von der Pole-Position aus.
Auf dem Podium gönnte sich der 19-Jährige zwischen dem McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri einen kräftigen Schluck aus der Champagnerflasche, aufgrund der Gesetzeslage in Florida allerdings mit alkoholfreiem Inhalt. Das hielt Antonelli nicht davon ab, seinen Triumph im Sunshine State in vollen Zügen zu geniessen. «Wir haben einen grossartigen Lauf», sagte der Italiener, der die WM-Wertung nun mit 20 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen George Russell anführt, und richtete den Blick bereits nach vorne. «Wir müssen weiter Druck machen und die Latte immer höher legen.»
Kuriose Serie
Mit Antonellis Siegfahrt setzte sich am Sonntag auch eine bemerkenswerte Serie fort. Denn wenige Stunden zuvor hatte sein Landsmann Jannik Sinner beim Masters-1000-Turnier in Madrid triumphiert. Der WM-Leader der Formel 1 und der Weltranglistenerste im Männer-Tennis siegen derzeit im Gleichschritt.
Am 15. März nahm diese Serie ihren Anfang: Antonelli feierte in Schanghai seinen ersten Sieg in der Formel 1, am selben Tag gewann Sinner in Indian Wells und bezeichnete sich dabei als «grossen Formel-1-Fan». Zwei Wochen später raste Antonelli in Suzuka zum zweiten Triumph, während Sinner sich im Final von Miami durchsetzte. «Gemeinsam mit Sinner zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes – ein grossartiger Moment für uns beide», sagte Antonelli in Miami.