Iran meldet US-Angriffe auf Brücken – Pentagon: Militärziele
Das US-Militär hat in der sechsten Angriffsnacht in Folge laut Medienberichten mehrere Brücken und einen Flughafen im Iran bombardiert. Mit den Angriffen auf Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Strasse von Hormus unterbrochen werden, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. Der Iran holte in Reaktion darauf erneut zu Vergeltungsschlägen gegen Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain sowie Katar aus.
Bei den US-Attacken auf Strassen und Brücken im Raum der Hafenstadt Bandar Chamir am Persischen Golf seien mindestens sieben Menschen getötet worden, berichtete Irans regierungstreuer Sender Press TV. Mindestens neun weitere Menschen seien bei den Angriffen in der Provinz Hormusgan im Süden verletzt worden. Irans UN-Botschafter erklärt demnach, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende «militärische Ziele» mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung.
US-Militär: Schwächen Irans militärische Fähigkeiten
Das Ziel der Angriffe sei gewesen, «die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen», teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Sie seien nun beendet, hiess es am frühen Morgen deutscher Zeit. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte unter Berufung auf amtliche Angaben gemeldet, dass unter anderem die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke auf Verkehrsachsen in Hormusgan getroffen worden seien.
Die Strasse zwischen der Hafenstadt Bandar Abbas und den Städten Chamir und Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der Region, hiess es. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet und gilt laut der US-Zeitung «New York Times» als eine wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des Irans.