Iran-Krieg: Sorge um Waffenruhe – Treffen in China
Angesichts wieder zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat der Vermittlerstaat Pakistan zur Zurückhaltung gemahnt.
Es sei «absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert» werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Zudem verurteilte Sharif Raketen- und Drohnenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Iran hatte am Montag Ölanlagen im Hafen von Fudschaira angegriffen.
Nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine habe der Iran seit Beginn der Waffenruhe mehr als zehnmal US-Streitkräfte angegriffen. Seit der Anfang April verkündeten Feuerpause habe der Iran zudem neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt, führte Caine bei einer Pressekonferenz aus. Er sprach von Vorfällen, die alle «derzeit noch unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme grösserer Kampfhandlungen liegen».
Am Montag habe der Iran einmal den Oman und dreimal die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen, sagte Caine. Zusätzlich sei er mit Marschflugkörpern, Drohnen und Schnellbooten gegen US-Streitkräfte vorgegangen, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge von Hormus wieder in Gang zu bringen. Kampfhubschrauber der USA hätten diese Angriffe erfolgreich abgewehrt.
Der Streit über die von Iran blockierte Meerenge gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Land.
US-Präsident Donald Trump hatte der Islamischen Republik wegen der jüngsten Attacken erneut mit Vernichtung gedroht. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative «Projekt Freiheit». Mit ihr wollen die USA die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr und damit für den weltweiten Ölhandel öffnen.
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gilt nach Darstellung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth aber dennoch. «Die Waffenruhe ist nicht beendet», sagte er bei einer Pressekonferenz. Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Meerenge handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Dieser Einsatz laufe getrennt vom Militäreinsatz «Gewaltiger Zorn» gegen den Iran und unterscheide sich deutlich.