Inter Mailand muss das Blatt gegen Bodö/Glimt wenden
Inter Mailand ist im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gefordert. Gegen Aussenseiter Bodö/Glimt sieht sich der letztjährige Finalist einer Zwei-Tore-Hypothek gegenüber.
3:1 gegen Manchester City. 2:1 bei Atlético Madrid. 3:1 gegen Inter Mailand. Die letzten drei Resultate von Bodö/Glimt lesen sich wie ein Märchen. Nur haben sich diese wundersamen Begebenheiten tatsächlich zugetragen. Die beiden erstgenannten Ergebnisse waren auch nötig, um den Traum der Wikinger – das Überwintern in der Königsklasse – wahr werden zu lassen. Schliesslich hatte das Team aus dem Hohen Norden bis dato noch kein Spiel in der Champions League gewonnen. Erst auf den letzten Drücker und dank des famosen Schlussspurts schaffte es die Mannschaft von Trainer Kjetil Knutsen unverhofft doch noch in die Playoffs.
Dort zündeten am letzten Mittwoch nicht nur die Fans von Bodö/Glimt vor dem historischen, weil ersten, K.o.-Spiel des Vereins in der Königsklasse ein Feuerwerk. Auch das Team des entthronten norwegischen Meisters lief nördlich des Polarkreises in der Folge heiss, sodass es mit einem Polster zum Rückspiel Richtung Mailand reist.
Die einen mit Fokus, die anderen im Rhythmus
Umso bemerkenswerter sind die letzten Resultate von Bodö/Glimt, da sich die norwegische Meisterschaft nach dem Jahreskalender richtet. Seit Ende November ruht der Ligabetrieb, erst Mitte März beginnt die neue Saison. Spielrhythmus? Fehlanzeige. Während die Norweger seit Ende November lediglich vier Pflichtspiele ausgetragen haben (neben den drei Siegen gegen die europäischen Schwergewichte resultierte auch ein beachtliches 2:2 in Dortmund), hat Inter Mailand im gleichen Zeitraum 20 Partien absolviert.
Das italienische Top-Team mit den Schweizern Yann Sommer und Manuel Akanji ist nicht nur voll im Rhythmus, sondern erfreut sich auch einer tollen Form. In der Liga rückt der Gewinn des Scudetto für das Team von Christian Chivu bei zehn Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger AC Milan immer näher. Entsprechend liegt der volle Fokus nun auf der Champions League. Ein Ausscheiden gegen den norwegischen Underdog wäre für den letztjährigen Finalisten eine Blamage.