Initianten blasen zum Sturm auf die Sonderjagd
Sechs Jahr ist es her, seit die Unterschriftensammlung für die Bündner Sonderjagdinitiative gestartet wurde. Am 19. Mai wird die Bündner Stimmbevölkerung nun über das Ansinnen der Initianten, die Sonderjagd abzuschaffen und die Hochjagd punktuell anzupassen, an der Urne befinden. Das Initiativkomitee hat am Freitag seinen Abstimmungskampf an einer Medienkonferenz eröffnet.
Das Komitee verwies dabei gleich als erstes auf den langwierigen Kampf, den es ausfechten musste, um die Initiative, lange nach deren Zustandekommen, endlich an der Urne zu sehen. Bündner Regierung, Grosser Rat, und die Gerichte hätten alles unternommen, um die Abstimmung zu verhindern. Man habe den Eindruck, dass es einzig um einen Machterhalt gehe und dass jegliche Versuche und Vorschläge ihrerseits schlicht und einfach ignoriert worden seien.
Bestandsregulierung Ja, Sonderjagd Nein
«Unsere Gegner behaupten, die Abschaffung der Sonderjagd würde fatale Folgen für den Wald nach sich ziehen. Auch von Überpopulation ist die Rede. Das stimmt nicht!» Mit diesen Worten ist der Abstimmungskampf lanciert. Die Argumente der Initiativ-Gegner seien samt und sonders falsch – oder zumindest nicht durchdacht.