Inflation in Deutschland sinkt unter zwei Prozent
Kaum noch Preisanstiege bei Lebensmitteln und günstigere Energie: Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen.
Die Verbraucherpreise lagen um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,1 Prozent im Januar, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Von Januar auf Februar 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise nach Berechnungen der Statistiker insgesamt um 0,2 Prozent.
Gastro-Steuersenkung kommt bei Kunden nicht an
Preistreiber blieben Dienstleistungen, die sich auch im Februar überdurchschnittlich um 3,2 Prozent verteuerten. Hier wirkt sich die Verteuerung des Deutschlandtickets für bundesweite Fahrten im Regional- und Nahverkehr aus. Zudem spüren Kunden in vielen Restaurants und Cafés nichts davon, dass zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde. Viele Betriebe behalten die Steuerersparnis ein.
Für Lebensmittel mussten die Menschen im Februar 1,1 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nach Daten aus den Ländern verteuerte sich besonders Obst und Süsswaren, während Butter und Speisefette deutlich billiger wurden. Im Januar hatten die Nahrungsmittelpreise noch um 2,1 Prozent angezogen.
Energie günstiger, aber hohe Spritpreise
Entlastung gab es bei Energie: Hier sanken die Preise nach Angaben des Bundesamtes im Februar um 1,9 Prozent. Günstiger wurde nach Länderdaten Strom, Gas und besonders Heizöl. Autofahrer haben aber das Nachsehen: Zuletzt meldete der ADAC die höchsten Spritpreise seit mehr als eineinhalb Jahren. Denn an den Ölmärkten gibt es Sorgen vor einem Krieg zwischen Iran und USA, der die Preise für Rohöl nach oben treiben könnte.