In Filzbach gehts hoch hinaus
von Jürg Huber*
Das Sportzentrum Kerenzerberg erlebt derzeit und noch in den nächsten zwei Jahren eine grosse Veränderung. Bis im Herbst 2021 wird die komplexe Infrastruktur für 50 Millionen Franken rundum erweitert und erneuert. Dazu gehört eine neue Dreifach-Turnhalle, samt Werkhof sowie ein neunstöckiger Ersatzbau für das bisherige Unterkunftsgebäude.
Bereits nach einem drittel der Bauzeit können die Veränderungen auf der weiträumigen Baustelle erkannt werden. «Im Moment hoffen wir noch auf ein paar schöne Tage vor dem Wintereinbruch», erklärte Walter Hofmann, Betriebsleiter, kürzlich an einer Besichtigung auf der Baustelle.
Denn noch in diesem Jahr soll das Dach auf gut 11 Metern Höhe der Dreifach-Turnhalle betoniert werden, damit der Innenausbau weitergehen kann. Gleichzeitig werden an allen Ecken und Enden weitere Arbeiten ausgeführt. Dazu sind aktuell über 50 Personen auf der Baustelle im Einsatz. Und während es bei der Turnhalle schön in die Höhe geht, soll es beim alten Unterkunftsgebäude bald nach unten gehen.
Der alte Bau wird einem neunstöckigen Turm weichen, dessen unterste Ebene unterirdisch ist. «Dies passt zum Konzept, dass die gesamte Infrastruktur künftig unterirdisch und somit immer im Trockenen erreichbar ist.»
Bevor der Abbruch des Gebäudes erfolgen kann, werden nun die Räume ausgeschlachtet, damit die unterschiedlichen Materialien nach gesetzlichen Vorschriften entsorgt werden können.
Den Abbruch vergleicht Hofmann mit einer Operation am offenen Herzen. «Auch während der dreijährigen Bauzeit wollen wir unseren Gästen so viel Bequemlichkeit wie möglich bieten.» Dazu kommt, dass etwa der Strom, aber auch die Heizung in den bald 50 Jahren sternförmig von den alten zu den neuen Teilen erweitert wurden. «Die Unterkünfte liegen hier genau in der Mitte, deshalb mussten wir das ganze System neu aufbauen.» Mit einer Versorgung West und Ost soll hier das Problem gelöst werden.
Auch an anderen Stellen hat die Baustelle schon für Anpassungen gesorgt. So nächtigen die Gäste seit einigen Wochen in einer Container-Siedlung, und der Fitnessraum und die Physiotherapie wurden in eine Turnhalle ausgelagert. «Nicht nur für die Gäste auch für unsere Mitarbeitenden sind das zum Teil einschneidende Beeinträchtigungen.»