In der Stadt Zürich gibts Geld fürs Flicken
Die Stadt Zürich will der Wegwerfkultur den Kampf ansagen: Ab Sommer 2026 fördert die Stadt das Reparieren von Alltagsgegenständen. Wer sie flicken lässt statt wegwirft, erhält dafür Geld. Wie das Bonussystem funktionieren soll – eine Übersicht.
Wieso macht die Stadt Zürich das?
Der Zugang zu Reparaturen soll so einfach wie möglich gestaltet werden, damit defekte Gegenstände nicht direkt im Abfall landen, sondern ein zweites Leben erhalten.
Was kann repariert werden?
Zum Start des dreijährigen Pilotversuchs ist der Reparatur-Bonus auf zwei Kategorien beschränkt, die besonders häufig im Abfall landen: Elektrogeräte wie Toaster oder Smartphones sowie Kleider und Schuhe. Je nachdem, welche Erfahrungen die Stadt in der ersten Phase sammelt, könnten die Kategorien im Laufe des dreijährigen Pilotversuchs angepasst werden.
Wie viel Geld gibt es?
Pro Reparatur will die Stadt Zürich maximal 50 Prozent der Kosten übernehmen. Schlägt die Toaster-Reparatur also mit 60 Franken zu Buche, zahlt die Stadt 30 Franken daran. Pro Person und Jahr ist ein Bonus von maximal 100 Franken vorgesehen.
Wie läuft das konkret ab?
Über eine Online-Plattform können Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher einen individuellen Reparatur-Bonus generieren. Dann kann auf der Plattform nach einem geeigneten Reparatur-Betrieb gesucht werden. Vor Ort wird dann direkt nur der reduzierte Preis bezahlt, der Reparatur-Betrieb erhält den Bonus über die Plattform rückerstattet.
Weshalb gibt es dieses Bonus-Programm?
Der Stadtrat reagierte mit dem Bonus-Programm auf den Protest aus Bevölkerung und Politik, weil er die Gratis-Coupons für Sperrgut abschaffte.
War das Projekt im Gemeinderat umstritten?