Zwei Felsstürze erschüttern das Muotathal
Am Sonntag, 30. Juli, hat es im Gebiet Gwalpeten zuhinterst im Bisisthal im Kanton Schwyz zwei grosse Felsstürze gegeben. Das Gebiet grenzt an den Urner Boden. Beim ersten Ereignis am Morgen stürzten laut dem Führungsstab der Gemeinde Muotathal rund 150'000 Kubikmeter Fels ab. Beim zweiten am späteren Nachmittag folgten weitere 300'000 Kubikmeter. Gesamthaft seien somit mehr als eine Million Tonnen Fels zu Tal gefallen. Leserreporter konnten den Felsabbruch filmen.
Da sich das Ereignis in alpinem Gelände abspielte, beschränken sich die Schäden auf alpwirtschaftlich genutztes Weideland. Alle Strassen und Wege im Gefahrengebiet waren bereits vor dem Ereignis gesperrt worden. Darunter ist auch ein Wanderweg, der das Bisisthal mit dem Urnerboden verbindet.
Murgänge nicht ausgeschlossen
Die zwischenzeitlich abgestürzte Felspartie wurde seit mehreren Jahren beobachtet. Auslöser dafür war eine Häufung von Blockschlägen, die von den Älplern vor Ort beobachtet wurde. Die Messungen am Fels zeigten, dass sich das Gestein immer schneller bewegte. «Im Juli 2023 waren die Bewegungen derart gross, dass mit Felsstürzen gerechnet werden musste», schreibt der Führungsstab der Gemeinde Muotathal in einer Mitteilung.
In den nächsten Tagen werde beobachtet, wie sich die Schuttablagerungen verhalten. Es könnte zu weiteren Steinschlägen oder Murgängen kommen. Der Zugang zum Gefahrengebiet bleibt darum weiterhin gesperrt. (mitg/gos)