Immobilien nachhaltig zu sanieren zahlt sich aus
von Martin Bundi, Fachvorsteher an der IBW Höhere Fachschule Südostschweiz
Eine Immobilie hat einen Lebenszyklus von ungefähr 25 bis 30 Jahren. Danach fallen Schritt für Schritt Sanierungen an, zum Beispiel ist eine neue Heizung nötig, Fenster müssen ersetzt oder die Küche soll modernisiert werden. Was Eigentümer heute bei Neubauten oder Sanierungen entscheiden, hat also langfristig Auswirkungen. Denn das Wohnen ist für rund 24 Prozent der verursachten CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich – knapp nach dem Verkehr. Insbesondere das Heizen von Wohnfläche ist ein vorherrschender Treiber (Quelle: Indikator Klima, admin.ch).
Energieeffizienz verbessern
Mit wohlüberlegten Investitionen lassen sich gezielte Renovationen vornehmen, die deutliche Auswirkungen auf die Energieeffizienz und die Umweltfreundlichkeit der eigenen vier Wände haben. Da Immobilien ohnehin stetig unterhalten werden müssen und sich die Bausubstanz ohne regelmässige Erneuerungsarbeiten verschlechtert (und die Liegenschaft so an Wert verliert), versteht es sich von selbst, dass energetische Sanierungsmassnahmen eine gute Investition sind. Zusätzlich sind diese steuerlich absetzbar, was wiederum im Zusammenhang mit der privaten Steuerplanung äusserst interessant sein kann.
Ein kleines Energieglossar
Energieeffizienz: Alle Prozesse und Massnahmen, die den Energieverbrauch optimieren. Konkret bedeutet Energieeffizienz für eine Liegenschaft: Weniger Energieeinsatz für das gleiche oder sogar ein besseres Energieergebnis.
Energieausweis: Informationen zum Energieverbrauch von Gebäuden. Der schweizweit einheitliche Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak) bewertet die Qualität der Gebäudehülle und die Gesamtenergieeffizienz der Gebäudetechnik.