Eine wahrhaft universelle Lehre
Die Lehre zum Fachmann Betriebsunterhalt Sportanlagen ist zwar im Unterland nicht mehr ganz neu, doch in Davos wurde noch niemand in diesem Berufszweig ausgebildet. Man habe sich mit diesem Thema aber schon länger beschäftigt, erklärt David Solèr – als Leiter Sportanlagen der Gemeinde Davos einer von Meulis Lehrmeistern – auf Anfrage. Es sei von Anfang an nur ein Schulabgänger als Lehrling in Frage gekommen, und nach ein paar Schnuppertagen, auch direkt an der Front in den Eishallen sowie im Hallenbad Eau-là-là, habe man sich für Meuli entschieden. «Wenn man dieser Berufsgattung eine Chance geben möchte, muss man diese Lehre in Davos einfach anbieten. Denn wir sind betreffend Infrastruktur eine Top-Ausbildungsstätte.
Vielfältige Aufgaben
Nico Meuli hatte eigentlich schon eine Lehre als Sanitärinstallateur auf sicher, als ihm sein Vater den Vorschlag machte, sich auch noch für die Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt Sportanlagen zu bewerben. «Ich spiele bei der U17 des HCD Eishockey und besuche das Eau-là-là gerne. Ich ging zum Schnuppern, und danach ging alles ziemlich schnell. Mittlerweile sind acht Monate vergangen, und dem technisch begabten Teenager gefällt die Arbeit noch immer wie am ersten Tag. «Ich arbeite einerseits im Hallenbad und andererseits in der Eishalle. Im Eau-là-là sei die Arbeit schon fast ein wenig zur Routine geworden: ‹Ich weiss nun, was ich machen und worauf ich achten muss. Bevor das Bad am Morgen aufgeht, muss ich im Technikraum nachschauen, ob alles einwandfrei funktioniert und ob die Werte stimmen. Danach nehme ich Wasserproben und schaue, dass im Bad, in den Garderoben und Toiletten alles sauber ist.› Ganz so einfach, wie der 16-Jährige es beschreibt, sind die Aufgaben dann doch nicht, wie Solèr ausführt: ‹Auf den Lehrling kommen täglich 55 verschiedene Aufgaben zu, die einwandfrei verrichtet werden müssen, da sonst beispielsweise die Wasserqualität darunter leiden könnte.›
Im Weiteren ist Meuli auch in der Eishalle beschäftigt und lernt alle Fertigkeiten, die ein guter Eismeister beherrschen sollte. «Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, und kein Tag ist wie der andere. Zudem kann ich handwerklich arbeiten, und ich darf auch schon mit der Eismaschine herumfahren», schwärmt er.