«Habe mich in Biel gut eingelebt»
DZ: Martina Herrli, Sie wohnen und trainieren nun in Biel. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Entwicklung?
Martina Herrli: Ich bin sogar sehr zufrieden. Ich konnte in den letzten Monaten an einigen internationalen Wettkämpfen teilnehmen und habe in Luxemburg sogar gewonnen. Eben sind wir von einem Wettkampf in München (D) zurückgekommen, und nun bereite ich mich intensiv auf die bevorstehende Luftgewehr-Europameisterschaft vom 1. bis 7. März in Osijek (Kroatien) vor.
Sie leben, arbeiten und trainieren nun in Biel. Wie schwierig war es, von Davos wegzugehen?
Es war für mich sicher keine einfache Entscheidung, aber die logische Konsequenz der neuen Kadereinteilung: Ich wurde ins Nationale Leistungszentrum hochgestuft, das sich in Biel befindet. Es war für mich schwierig, aus den Bergen an den Jura-Südfuss zu ziehen und die Familie zu verlassen. Mittlerweile habe ich mich aber sehr gut in Biel eingelebt.
Wie sieht Ihr Alltag in Biel nun aus?
Ich trainiere den halben Tag in einer gemischten Trainingsgruppe, die aus acht Juniorinnen und einem Junior besteht. Unsere Wohngemeinschaft befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände, was sehr praktisch ist. An den anderen Halbtagen versuche ich, so viel es geht, zu arbeiten. Es ist jedoch gar nicht so einfach, etwas Passendes zu finden, da ich immer wieder wegen den Wettkämpfen oder Trainingslagern abwesend bin. Da bin ich umso dankbarer für jene grosse Unterstützung, die ich während meiner Lehrzeit in der Zahnarztpraxis Dr. Bader geniessen durfte. In meiner raren Freizeit gehe ich gerne zum Entspannen an den Bielersee.