IG Welschdörfli fordert längere Öffnungszeiten
In einem Brief an den Churer Stadtpräsidenten Urs Marti schildert die Interessensgemeinschaft Welschdörfli ihre Betroffenheit in der Coronakrise: «Wir mussten als erste Betriebe einschneidende Restriktionen über uns ergehen lassen und kurz darauf komplett schliessen. Das passierte notabene genau zu dem Zeitpunkt, als die rentabelsten Monate vor der Tür standen», heisst es im Schreiben, das «suedostschweiz.ch» vorliegt.
Eine Stunde zur Kompensation
Die Urheber schätzen den entgangenen Umsatz ihrer Gastrobetriebe ennet der Plessur auf rund sieben Millionen Franken. Um diese wirtschaftlichen Einbussen besser wegstecken zu können, bitte die IG Welschdörfli, sämtlichen Bars, Clubs und Restaurants ab September längere Öffnungszeiten zu gewähren.
So sollen ab September die Öffnungszeiten am Freitag und Samstag um eine Stunde bis morgens um 4 Uhr verlängert werden. «Mit dieser Massnahme könnten wir ungefähr zehn bis 20 Prozent des ausgefallenen Umsatzes bis Mitte 2021 wieder erwirtschaften, was für alle Betriebe eine enorme Hilfestellung bedeuten würde», heisst es in der Mitteilung an den Churer Stadtpräsident Urs Marti weiter.
Streitpunkt: Lärm
Die Anfrage der «Welschdörfler» trifft beim Churer Stadtpräsidenten auf Verständnis. Denn zurzeit prüft der Stadtrat ein ähnliches Anliegen auf der anderen Plessurseite. In der Altstadt könnten Gartenwirtschaften eine Stunde länger – neu bis 24 Uhr – geöffnet bleiben. Könnten, denn die Öffnungszeiten in der Churer Altstadt sind ein heikles Pflaster. Für jede Veränderung der Öffnungszeiten ist eine Verfügung notwendig, gegen die Einspruch erhoben werden kann.