IAEA: Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage
Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte.
Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt – darunter auch Natans, wo die Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktor-Brennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden – Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.
Zunächst widersprüchliche Angaben
Am Montag hatte IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Sondersitzung des IAEA- Gouverneursrates noch berichtet, dass es im Zuge der jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen des Iran gebe. Teherans Vertreter bei der IAEA, Resa Nadschafi, hatte dagegen von einem Angriff auf die Anlage in Natans gesprochen.
Irans Atomchef Mohamed Eslami verurteilte die Angriffe in einem Schreiben an IAEA-Chef Grossi scharf, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete. Er forderte die UN-Atomwächter auf, die Luftangriffe zu verurteilen. Seinen Worten nach erfolgte der Angriff in Natans bereits am Sonntag.
Atomverhandlungen erneut gescheitert
Vor den aktuellen israelisch-amerikanischen Angriffen hatten Regierungsvertreter aus Teheran und Washington über das umstrittene Atomprogramm verhandelt. Am vergangenen Donnerstag noch waren Delegationen beider Staaten zu einer dritten Gesprächsrunde dieses Jahr in Genf zusammengekommen. Einen Durchbruch gab es nicht. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung ein Ultimatum für eine Einigung gesetzt.