Hypothekarmarkt 2025 wieder überdurchschnittlich gewachsen
Der Schweizer Hypothekarmarkt ist letztes Jahr erstmals seit 2022 wieder überdurchschnittlich gewachsen. Für die Anbieter bedeutet dies aber nicht automatisch bessere Geschäfte, denn die Margen sind weiter unter Druck.
Laut der am Donnerstag veröffentlichten Hypothekarmarkt-Studie 2025 von MoneyPark und Helvetia wuchs der Markt für Hypotheken 2025 um 3,1 Prozent respektive 39 Milliarden Franken. Damit wurde erstmals die Marke von 1,3 Billionen Franken übertroffen.
Das Wachstum lag damit leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 3,0 Prozent. 2024 war der Markt um 2,6 und 2023 um 2,4 Prozent gewachsen. Gemäss der Studie hat neben den tiefen Zinsen und den steigenden Immobilienpreisen auch der liquide Eigenheimmarkt massgeblich zur Entwicklung beigetragen.
Raiffeisenbanken verkürzen Abstand zur UBS
Wie schon in den Vorjahren absorbierten Kantonal- und Raiffeisenbanken drei Viertel des Nettowachstums. Konkret waren es 29 Milliarden Franken. Dabei wuchsen sowohl die Raiffeisenbanken (+4,6 Prozent) wie auch die Kantonalbanken (+3,9 Prozent) überdurchschnittlich.
Die Raiffeisenbanken verkürzten damit ihren Abstand zur Marktführerin UBS, die nach klaren Rückgängen in den Vorjahren das Volumen zumindest halten konnte (+0,1 Prozent). Der Abstand beträgt nun nur noch 52 Milliarden Franken.
Hinter den dominierenden Banken gab es eine Verschiebung. So überholten die Pensionskassen die Versicherungen knapp als zweitgrösste Anbieter von Hypotheken. Insgesamt halten sie mit einem Anteil von 2 beziehungsweise 3 Prozent aber nur einen geringen Anteil am gesamten Schweizer Hypothekarmarkt.
Margen stehen unter Druck
Die höheren Hypothekarvolumen schlugen sich für die Anbieter jedoch nicht unmittelbar in der Profitabilität nieder. So ging die Nettozinsmarge im Jahresvergleich um 10 Basispunkte auf 1,16 Prozent zurück. Im Vergleich zum Spitzenjahr 2023 betrug das Minus gar 24 Basispunkte.