Huthi-Miliz und Saudi-Arabien melden Angriffe
Die gegenseitigen Angriffe zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und dem benachbarten Saudi-Arabien gehen weiter.
Der Huthi-Fernsehsender Al-Masirah meldete mindestens drei saudische Luftangriffe in der Provinz Saada, die als Hochburg der Miliz gilt. Im Norden und Westen des Bürgerkriegslandes habe es in der Nacht ebenfalls Angriffe gegeben.
Die Miliz setzte ihre Angriffe auf das Königreich nach eigenen Angaben fort. Die Huthi hätten unter anderem den Flughafen King Chalid in der saudischen Hauptstadt Riad erneut mit einer Rakete angegriffen, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Reisende und Geschäftsleute wurden erneut aufgefordert, saudische Flughäfen zu meiden.
Saudi-Arabien teilte mit, es seien Raketen der Miliz in Riad sowie in Chamis Muschait im Südwesten des Landes abgefangen worden.
Mindestens 18 Tote am Flughafen Riad binnen einer Woche
Bei dem tödlichsten Angriff in Saudi-Arabien seit rund zehn Jahren waren am Samstag am Flughafen Riad mindestens 13 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden. Saudische Behörden hatten zunächst zwölf Tote bestätigt, die indische Botschaft in Riad meldete dann ein weiteres Todesopfer.
Insgesamt wurden bei Angriffen an dem Flughafen im Laufe einer Woche 18 Menschen getötet. Der Flugverkehr soll dort erst in der Nacht zum Sonntag wieder anlaufen. Mehrere Airlines haben mittlerweile Flüge in die saudische Hauptstadt ausgesetzt.
Saudi-Arabien hat US-Raketenabwehrsysteme im Milliardenwert gekauft. Die Huthi haben ihr Waffenarsenal mit iranischer Unterstützung aber immer weiter ausgebaut und verfügen heute über Drohnen, Raketen und Marschflugkörper, die teils auch solch moderne Abwehrsysteme überwinden können. Ein Grund ist auch schlicht die Grösse des Königreichs, dessen Fläche gut 50 Mal so gross ist wie die der Schweiz. Selbst in deutlich kleineren Staaten wie Israel mit einer hoch entwickelten Raketenabwehr versagten Abwehrsysteme teilweise.