Graubünden befürwortet Forschungsinitiative
Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben zwei identische Standesinitiativen mit dem Namen «Massnahmen für eine Vollassoziierung der Schweiz am Forschungsprogramm Horizon Europe» eingereicht, in welchen es um das Thema Forschung geht. Zu der entsprechenden Vernehmlassung nimmt die Regierung des Kantons Graubünden in einer Medienmitteilung Stellung.
Wie die Regierung gleich zu Beginn schreibt, ist der Kanton Graubünden Standort zweier kantonaler Hochschulen, eines universitären Instituts sowie diverser Forschungsinstitutionen mit international hoch angesehenem Ruf. Eine Umfrage im vergangenen Jahr bei diesen Bündner Forschungsinstitutionen zeige, dass der Ausschluss der Schweiz bei Horizon Europe bereits heute spürbar sei. Führungsrollen in Horizon-Verbundprojekten können nicht wahrgenommen werden. Es sei schwierig, führende Forschungsexpertinnen und -experten zu halten und zu gewinnen, und bei den Forschenden bestehe starke Verunsicherung.
Dies hat negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Forschungsinstitutionen, wie die Regierung schreibt. Die eingeschränkte internationale Zusammenarbeit in Europa könne längerfristig sehr nachteilig für Hochschulen und Forschung aus der Schweiz sein.
Finanzierungsdauer als potenzielles Problem
Die Regierung betont die Wichtigkeit der Forderung der Standesinitiativen, mit denen der Bundesrat und das Parlament dazu aufgefordert werden sollen, weiterhin aktiv nach Lösungen für eine Vollassoziierung der Schweiz am Forschungsprogramm Horizon Europe zu suchen. Auch die Übergangsmassnahme des Bundes, mit dem Horizon-Fond-Gesetz die negativen Auswirkungen auf Forschende an Schweizer Institutionen abzufedern, befindet die Regierung als gut. Dass diese Finanzierung jedoch zeitlich befristet ist, nämlich bis Ende 2027, beurteilt die Regierung als kritisch, wie es weiter heisst. Ausschreibungen zu Forschungsprojekten, welche der Periode 2021–2024 angehören, sollten bis zu deren Projektabschluss finanziert werden können, so die Bündner Regierung. Dies unabhängig davon, ob bereits das nachfolgende Forschungsprogramm 2025–2028 gestartet sei. (red)