Höhenklima-Therapie noch immer relevant
Seit vielen Jahren kommen Patienten mit schwerem Asthma oder anderen allergischen Erkrankungen zur Behandlung nach Davos. Sie bleiben mehrere Wochen in einer der spezialisierten Kliniken und werden von einem multidisziplinären Behandlungsteam behandelt. In der Regel besteht es aus einem Lungenfacharzt, einem Physiotherapeuten, einer spezialisierten Krankenschwester, einem Psychologen und einem Diätassistenten. Die Wirksamkeit dieser Behandlung wurde bereits mehrfach in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Es ist jedoch nicht bekannt, welches der Hauptgrund für den Erfolg ist.
Die eingangs erwähnte europäische Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. K. Fieten, Dr. L. Rijssenbeek-Nouwens und Prof. Dr. C.A. Akdis besteht aus Asthmaspezialisten aus elf verschiedenen Ländern, welche die wissenschaftliche Literatur durchsuchten. Die Studie wurde von der Europäischen Akademie für Allergie und Klinische Immunologie (EAACI) unterstützt. Die Spezialisten ermittelten und fassten die vorhandenen Belege sowie mögliche Wirkungsmechanismen und beitragende Faktoren zusammen. Es wurden drei Mechanismen ermittelt: die physikalischen Eigenschaften der Höhe, die Umweltbedingungen des alpinen Klimas und das pulmonale Rehabilitationsprogramm.
Physikalische Einflüsse
Mit zunehmender Höhe ändern sich mehrere physikalische Eigenschaften wie der barometrische Druck und der Sauerstoffdruck der eingeatmeten Luft, die Luftdichte, die UV-Strahlung, die relative Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Diese Veränderungen führen zu verschiedenen physiologischen und immunologischen Anpassungsreaktionen. Die geringere Luftdichte verbessert den Luftstrom und verringert den Atemwegswiderstand, was die Ausatmung erleichtert und die dynamische Lungenüberblähung reduziert. Dies erleichtert Asthmapatienten die Ausübung verschiedener körperlicher Aktivitäten und verbessert ihre körperliche Leistungsfähigkeit.