Nachhaltigkeit gibt es nicht gratis
Bereits am letztjährigen Spengler Cup kamen im Fanzelt dank dem Engagement der Gemeinde Davos Mehrwegbecher erstmals zum Einsatz. Gemäss Auskunft des HCD konnte damit eine gute Wissensgrundlage geschaffen werden: «Aus diesem Testversuch konnten viele Lehren gezogen werden, sodass wir uns jetzt in der Position sehen, ein zuverlässiges und nachhaltiges Projekt aufbauen zu können». Mit dem Projekt «Abfallkonzept und Mehrwegbecher Spengler Cup» kämen gemäss HCD auch während des Turniers 2023 im Fanzelt Mehrwegbecher zum Einsatz. Zusätzlich solle ein neues Abfalltrennsystem mit Hilfe des Partners «Dräksak» – der bereits am Eidgenössischen Jodlerfest 2014 in Davos für Sauberkeit sorgte – eingesetzt werden.
Doch wieso kommen die Mehrwegbecher bloss im Fanzelt zum Einsatz? Vom HCD heisst es dazu: «Ein Umstieg auf Mehrwegbecher im Eisstadion erachten wir aktuell noch nicht als zielführend. Dort wird das Bier in Alu-Dosen ohne Becher ausgegeben. Dank der hohen Alu-Recycling-Quote im Stadion kann dies bereits als relativ nachhaltige Lösung angesehen werden.» Und in den VIP-Bereichen würden Gläser und Porzellan eingesetzt und vor Ort gewaschen.
Zusätzliche Helfereinsätze
Die Umstellung im Fanzelt ist allerdings nicht bloss mit einem Fingerschnippen erledigt. Der HCD führt aus: «Im Fanzelt braucht es etwa 10 000 Mehrwegbecher pro Tag. Diese müssen gemietet, transportiert und gewaschen werden. Für die Depot- und Rückgabestelle braucht es zudem zusätzliche Helfereinsätze. Hinzu kommen Kosten für die Abfalltrennung durch die Firma ‹Dräksak›, welche die entsprechend Behälter anliefert, den Abfall mitnimmt, sortiert und getrennt entsorgt.» Gefördert wird das neue Abfallkonzept auch vom Klimafonds Davos.