Hochwasser hält sich in Grenzen
Was für eine nasse Woche. Es giesst und giesst und giesst. Die Linth strömt, glücklicherweise fast ohne über die Ufer zu treten. An deren Mündung wird es allerdings prekärer: Der Walensee ist überbordet und hat sich langsam aber sicher in Richtung der Zelte und Wohnwagen gefressen.
Seit Mitte Woche, als der Platz geräumt werden musste, hat sich die Situation nicht verbessert, wie ein Augenschein am Freitagnachmittag zeigt.
Schon die Anfahrt ins Gäsi wird zum Abenteuer. Land unter unter der Autobahnunterführung. Das Wasser steht so tief, dass die Kinder daran zwar noch ihren Spass haben und die Velofahrer noch so knapp durchstrampeln können – ins Venedig des Glarnerlands. Statt Paläste stehen dort einfach Zelte und Wohnwagen im Wasser. Ganz verlassen ist der Platz nämlich nicht: Vereinzelt lassen sich Menschen auf dem Platz blicken.
Bessere Aussichten für das Wochenende
Der grosse Regen dürfte mindestens im Glarnerland vorerst vorbei sein. Und das Glarnerland ist dabei glimpflich davongekommen. Die Dauerniederschläge der letzten Tage haben offenbar im Kanton keine massiven Schäden verursacht. Die Lage sei ruhig, man sei bisher glimpflich davongekommen, sagt Richard Schmidt, Medienbeauftragter der Kantonspolizei, auf Anfrage. Bis Freitag 16 Uhr seien bis auf eine Ausnahme keine Schadenmeldungen eingegangen. Diese Ausnahme betrifft einen Keller in Ennenda, der am Mittwoch vollgelaufen sei.