Die nationale Segel-Liga ist zu Gast
«Am letzten Wochenende fand das dritte von vier Wettkampfwochenenden der ‹Challenge-League›, der zweitobersten Liga, auf dem Davosersee statt: Am Samstag konnten, bei für den Davosersee eher ungewöhnlichem Südwind, 14 Läufe gesegelt werden. Am Sonntag brachte eine Kaltfront schönen Nordwind und zweitweise Nebel. Trotzdem konnten weitere neun Läufe ausgetragen werden. In der Endabrechnung siegte das Team des ‹Cercle de la Voile d'Estavayer› klar vor der ‹Segler-Vereinigung Thalwil› und dem ‹Segelclub Oberer Zürichsee›, berichtet Johny Wenger, OK-Präsident beim organisierenden Davoser Segel- und Surfclub DSSC für die DZ. In der nationalen Segel-Liga, der ‹Swiss Sailing League›, würden Clubteams aus der ganzen Schweiz in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander antreten, erklärt er weiter. Gesegelt wird in einer Super-, Challenge- sowie einer Promotionsliga. Daneben gibt es auch eine ‹Womens-League› sowie Junioren-Rennen. In jeder Liga sind 14 Clubteams vertreten, die ihre Wettkämpfe jeweils auf sieben identischen Booten ausgetragen.
Für Regatten hervorragend geeignet
Während der Woche wurden die Wettkampfjachten der «Swiss Sailing League» im Rahmen eines Trainingscamps für Damen gebraucht. Am Wochenende kommen sie wiederum wettkampfmässig zum Einsatz, wenn die höchste Liga zu Gast ist. Die sogenannten J/70 – es handelt sich dabei um Kielboote, die aufgrund ihres aufholbaren Kiels leicht transportiert werden können – werden von vierköpfigen Teams gesegelt, die sich auf den sieben verfügbaren Booten abwechseln. Dabei bietet der relativ kleine Davosersee den Vorteil, dass zum Wechsel der Besatzung jeweils zum Anlegesteg beim Strandbad gesegelt werden kann. «Auf grösseren Seen muss das oft mit Motorbooten bewerkstelligt werden», erklärt Wenger. Für einen erfolgreichen Wettkampf geht es darum, möglichst viele Läufe segeln zu können. «Am vergangenen Wochenende waren es mehr als zwanzig.» Diese Zahl ist natürlich abhängig vom Wind, und auch hier punktet der Davosersee. «Anderenorts ist das Windaufkommen stark abhängig von der Grosswetterlage. Wir hier haben dank Thermik ab dem Mittag eigentlich immer zuverlässig Wind.» Dieser bläst meistens vom Wolfgang her, und entsprechend ist die Aufgabe ausgelegt.