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Schweiz & Welt

Wenn das Geld fürs Studium fehlt

Kristina Schmid
04.03.2019, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Rund 1960 Franken. So viel brauchen Studenten im Durchschnitt während eines Semesters pro Monat zum Leben. So viel Kosten die Semestergebühren, die Handyrechnung, das Essen in der Mensa. Wer nicht mehr Zuhause wohnt, muss nicht nur zwischendurch Lebensmittel einkaufen, sondern auch die Miete zahlen.

In einer eigenen Wohnung steigen die monatlichen Ausgaben auf etwa 2300 Franken. Wer Zuhause bei den Eltern wohnt, fährt günstiger: Im Schnitt geben Studenten in diesem Fall 1380 Franken aus, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.

Eine gute Ausbildung kann sich aber nicht jeder junge Mensch leisten. Weil ihm das Geld fehlt. Oder weil die Eltern die Ausbildung nicht finanzieren können. Solche Personen erhalten vom Kanton Graubünden finanzielle Unterstützung.

Wer hat eine Chance

Rund 2000 Personen erhalten jährlich von der Fachstelle Stipendien Ausbildungsbeiträge zugesprochen. Dabei gibt es diese in Form von Stipendien oder Darlehen. Personen, die eine Erstausbildung machen, erhalten Stipendien. Wer eine Zweitausbildung oder Weiterbildung machen möchte, erhält ein Darlehen. Anders als Stipendien muss man ein Darlehen nach dem Studium zurückzahlen. 

Ob jemand Anspruch auf Stipen­dien hat, lässt sich nicht so einfach feststellen. Dass Eltern Wohneigentum besitzen, bedeutet nicht, dass Stipendien aussichtslos sind. Dasselbe gilt für eigene Erwerbstätigkeit – da kommt es auf die Höhe des Einkommens an. Eine erste Einschätzung kann der Stipendienrechner geben, den der Kanton Graubünden im Internet anbieten. Sicherheit, ob und wie viel Ausbildungsbeiträge man zugut hat, gibt aber nur ein Gesuch.

Ein Stipendiengesuch kann online eingereicht werden. Innert vier Monaten erhält der Gesuchssteller eine Antwort vom Kanton. Wie viel Geld jemand erhält, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

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