Heizungssanierung – je früher, desto besser!
von Jan Christmann, Immobilienökonom (IRE/BS) sowie Inhaber der Engel & Völkers Büros in Chur und Davos
Wenn das Eigenheim schon etwas älter ist oder der Kauf eines Altbaus auf der Wunschliste steht, ist es ratsam, sich mit dem Thema Heizungssanierung näher auseinanderzusetzen. Manchmal reicht eine Teilsanierung, aber es kann natürlich auch vorkommen, dass die Heizung komplett durch eine moderne Alternative ersetzt werden muss.
Klimaerwärmung – was dagegen tun?
Was hat aber die Klimaerwärmung mit der Heizung zu tun? Die Antwort ist ganz einfach: Alte Heizungen wärmen oft mit den fossilen Energieträgern Gas oder Öl und tragen darum ihren Teil an der globalen Erderwärmung bei. Bis 2050 soll die Schweiz jedoch klimaneutral sein. Was bedeutet dies für Hauseigentümer und Immobilienbesitzerinnen?
In der Schweiz gibt es seit 2014 kantonale Energievorschriften, welche insbesondere Bauten betreffen, die vor 1990 erbaut wurden. Eigentümerinnen und Eigentümer von älteren Häusern haben zwei Möglichkeiten, die Heizung mit den Schweizer Energiezielen in Einklang zu bringen – und zwar am besten, bevor eine Gesetzesänderung sie dazu zwingt.
1. Modernisieren und dämmen
Eine erste Möglichkeit wäre, die alte Heizung zu behalten, sie zu modernisieren und das Gebäude zu dämmen. Wenn nämlich die alte Heizungsanlage noch gut funktioniert, sie aber nicht mehr den geltenden Vorschriften entspricht, dann kann die Heizung teilsaniert werden.
Dies bedeutet, dass durch diese Modernisierung mindestens zehn Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen werden. Oder aber, dass mindestens zehn Prozent weniger fossile Energie verbraucht werden. Dies kann beispielsweise durch den Einbau neuer Fenster und eine Wärmedämmung der Fassade erreicht werden.