Wenn der Wind einfährt
Er sei noch am Dienstagabend zu einer ersten Übersicht aufgebrochen, erzählt Förster Timo Wattinger. In seinem Revier Nord hatten die Fallwinde besonders heftig gewütet. «Ich hütete mich aber, in den Wald zu gehen. Das ist während oder unmittelbar nach einem solchen Sturm viel zu gefährlich.» Am nächsten Morgen stellte sich dann heraus, dass das Gewitter vor allem im vorderen Flüelatal vom Höfjiwald bis zur Alp Inschlag Schäden verursacht hatte. «Bis wir aber eine vollständige Übersicht haben, werden sicher noch bis zu vier Wochen vergehen.» Etwa solange werde es auch dauern, bis die umgestürzten Bäume weggeräumt und die geschwächten Bäume gefällt seien. «Nicht jeder Baum fällt sofort. Er kann noch Monate, sogar Jahre, stehen bleiben, doch bei einem nächsten Ereignis gibt er dann nach.» Besonders gefährdet sind Bäume, denen die «Gspänli» abhandengekommen sind. «Bäume wachsen oft im Verbund und vertragen es schlecht, wenn alle anderen rundherum plötzlich fehlen», erklärt Wattinger.