Der Wiesner Dorfverein geht seinen Weg
Entsprechend speditiv wurden die anstehenden statutarischen Geschäfte erledigt. Im Jahresbericht erinnerte Präsident Andreas Palmy an die wichtigsten Punkte des vergangenen Jahres. Besonders die Integration der Schmittner Schulkinder in die Davoser Kindergärten und -schulen sei vor allem aus finanzieller Sicht für beide Gemeinden eine Win-Win-Situation. «Für Davos Wiesen ist es ein wichtiger Pfeiler, um den Schulstandort zu festigen.» Weniger freute man sich in Wiesen über die Schliessung des Zügenwegs. Dieser sei ein sehr beliebtes Ausflugsziel und Teil der «Landwasser Welt», die von Davos mit 510 000 Franken ebenfalls unterstützt werde. Dabei konnte Palmy an der Versammlung dem bereits im Jahresbericht Gesagten nichts hinzufügen: Erst nach der Schneeschmelze und einer Begehung könnten Aussagen über die Wiedereröffnung gemacht werden.
Die Rechnung des Vereins schliesst mit einem Gewinn ab, und im laufenden Jahr wurde «Diverses» grosszügig budgetiert. «Weil die Rechnung es erträgt.» Lohnende Projekte, die damit unterstützt werden könnten, wurden unter Varia aus der Versammlung gleich mehrere präsentiert. Zuerst berichtete Palmy allerdings vom Austausch mit der Gemeinde. So etwa sind bei den Ställen auf dem Rüggja, einem beliebten Fotosujet oberhalb der Wiesner Alp, die Dächer undicht und müssen repariert werden. Man habe sich das angeschaut, und die Gemeinde kümmere sich darum. Erich Vinzens und Ernst Bernhard würden das Projekt von Wiesner Seite aus begleiten.
Wiesner Alpstrasse
Handlungsbedarf besteht auch bei der Strasse zur Wiesner Alp, wo die Gemeinde über eine neue Wegführung durch den Schlossschluochtwald nachdenkt. Dazu müsste im oberen Teil aus einem Wanderweg eine Strasse gemacht werden. Abklärungen hätten inzwischen ergeben, dass dadurch kein Auerwild beeinträchtigt werde. «Damit steht einer neuen Strasse nichts im Weg», erklärte Palmy, warnte aber gleichzeitig vor allzugrosser Vorfreude: «Zwar besteht ein Vorprojekt aber es wird sicher Herbst werden, bis mehr gesagt werden kann.» Währenddessen seien drei von sieben beim Parc Ela eingegebene Trockensteinmauern von diesem als wertvoll eingestuft worden. «Bis zum Sommer wissen wir, welche erneuert werden sollen», beschied Palmy.