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Schweiz & Welt

Grauer Steinbock für die kleine Rote

Südostschweiz
20.12.2019, 15:30 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Jährlich verleiht Chur Tourismus einen Wertschöpferpreis, der Organisationen, Unternehmungen oder Personen ehren soll, die für Chur touristisch, ökonomisch und gesellschaftlich Wert schaffen. Am Freitag wurde der Preis zum elften Mal verliehen – er ging an die Rhätische Bahn.

Die Gründe, weshalb die Rhätische Bahn mit dem Preis ausgezeichnet wurde, seien vielfältig, wie Leonie Liesch, Direktorin von Chur Tourismus gegenüber Radio Südostschweiz sagt. «Die Rhätische Bahn ist bei den Freizeitgästen meistens das Hauptreisemotiv, wenn sie nach Chur kommen. Vor allem wegen dem Bernina Express und wegen dem Glacier Express». Weiter sei die Rhätische Bahn nicht nur für übernachtende Gäste ein wichtiger Zubringer, sondern auch für Tagesgäste. Beispielsweise für jene, die Chur während eines Tagesausflugs entdecken möchten, fügt Liesch an. Für die RhB spricht jedoch auch die enge Zusammenarbeit mit der Alpenstadt, wenn es um die Vermarktung und den Sales-Bereich gehe. «Gerade aktuell ist der Markt China. Wir können auf ihre Vernetzung zurückgreifen, weil sie oft viele Vertreter in den Märkten haben», sagt Liesch. 

Identifikation mit dem Steinbock geglückt

Bei der Rhätischen Bahn herrscht grosse Freude über den Wertschöpferpreis. Renato Fasciati, Direktor der RhB sagt gegenüber Radio Südostschweiz, dass der Preis aufzeige, dass die Bahn nicht nur als Transportmittel, sondern als touristischer Leistungsträger angesehen wird. «Im Laudatio wurde auf die Zusammenarbeit mit den Destinationen, den Hotels und den Tourismusorganisationen eingegangen. Es freut mich sehr, dass diese Zusammenarbeit geschätzt wird.» Fasciati ist aber überzeugt, dass auch andere Unternehmen oder Organisationen den Preis verdient hätten. Als nächstes macht sich Fasciati jedoch Gedanken, wo der Wertschöpferpreis ausgestellt wird. «Ich weiss es noch nicht. Wir fühlen uns jedoch sehr verbunden mit ihm, weil wir das Wappentier auch auf unseren Zügen haben und die neuen Züge Capricorn heissen», ergänzt er.

Nach der Verleihung ist vor der Verleihung

Der Vorstand des Wertschöpferpreises öffnet nun bereits wieder seine Sensoren und beobachtet den Markt sowie die Stadt Chur, um den Nachfolger der Rhätischen Bahn ausfindig zu machen. Dies bestätigt Leonie Liesch auf Anfrage. Einfach sei es nicht immer – was aber als positiv zu beurteilen sei. «Wir sind eine lebendige Stadt und es ist eigentlich schön, dass wir manchmal den Überblick verlieren und viele Leistungsträger und Events haben. Ich denke, dass uns das auszeichnet, dass wir vielseitig sind», so Liesch. (so/can)

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