Graubünden rüstet sich für eine zweite Welle
Nach einem starken Anstieg der Zahl von infizierten Personen in den vergangenen Wochen zeigen sich die Neuerkrankungen im Kanton Graubünden zurzeit stabil, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Anfang Woche seien fünf Personen in Isolation und 30 Personen in Quarantäne gewesen. Aktuell befinde sich niemand mehr in Spitalpflege. Wer sich in Quarantäne befinde, werde vom Contact-Tracing-Team betreut. Man sei gerüstet, falls die Fallzahlen ansteigen, heisst es weiter.
Das Gesundheitsamt rät weiterhin dringend, die Abstandsregeln und die allgemeinen Hygienemassnahmen einzuhalten. Die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken sei strikte einzuhalten. Menschenansammlungen sollen weiterhin gemieden werden, vor allem in geschlossenen Räumen. Man wolle derzeit keine weitergehenden Massnahmen einführen. Der Kanton betont in seiner Mitteilung aber, dass dies jederzeit verfügt werden könne, wenn die Fallzahlen zunehmen würden. Solche Massnahmen könnten etwa die Beschränkung der Grösse von Personengruppen oder eine Maskentragepflicht in Einkaufsläden sein.
Meldestelle für heimkehrende Feriengäste
Die Bündner Regierung hat zudem eine Meldestelle für Personen, die Ferien oder Aufenthalte in einem «Risikoland» verbringen, installiert. Ab sofort müssen sich alle Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit hohem Infektionsrisiko in die Schweiz einreisen, während zehn Tagen in Quarantäne begeben und sich unverzüglich bei der kantonalen Behörde melden.
Bei den Anordnungen zur Quarantäne handle es sich nicht mehr um eine Empfehlung, sondern seit Montag um eine Pflicht. Das Bundesamt für Gesundheit führt eine entsprechende , die regelmässig angepasst wird.