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Schweiz und Welt

Graubünden liegt weit hinter dem Impfplan zurück

Südostschweiz
18.02.2021, 10:33 Uhr
vor 53 Minuten

Der Kanton Graubünden hat mehr als ein Viertel der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zugesagten Impfdosen nicht erhalten. Statt 31'325 Impfdosen erhielt er nur deren 23'000, wie es in einer Mitteilung heisst. Dies, obwohl der Kanton sämtliche ihm durch das Bundesamt für Gesundheit zugestandenen Impfdosen abgerufen und diese bereits verimpft oder verplant habe. Aufgrund der fehlenden Impfstoffe liege Graubünden nun weit hinter dem ursprünglichen Impfplan zurück, heisst es weiter.

Fast 10'000 Geimpfte …

Bisher wurden in Graubünden 9894 Personen geimpft, 73 Prozent davon sind über 60 Jahre alt sind oder gehören zur Risikogruppe der chronisch Kranken. Zudem wurden auch Mitarbeitende im Gesundheitswesen, etwa aus Altersheimen, Covid-Stationen und Intensivstationen geimpft.

Ein grosser Teil der Geimpften (rund 5550 Personen) sei in den neun regionalen Impfzentren im Kanton geimpft worden, wie der Kanton weiter schreibt. In den Bündner Alters- und Pflegeheimen haben in den vergangenen sechs Wochen 4317 Bewohnende und Mitarbeitende die Impfung erhalten. Damit seien die Impfprogramme in den Alters- und Pflegeheimen fast abgeschlossen, heisst es weiter.

… und 17'000 Impfwillige

Das Interesse an der Impfung, so der Kanton, sei erfreulich. Seit dem 12. Januar hätten sich mehr als 17'000 Personen für die Impfung angemeldet. Davon haben aufgrund der Impfstoffknappheit aber rund 11'500 Personen noch keinen Termin erhalten.

Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz (mit Ausnahme von Grenzgängerinnen und Grenzgängern, welche im Gesundheitswesen tätig sind) erhalten in der Schweiz keine Impfung. Sie müssen sich zur Impfung in ihrem Wohnsitzland anmelden. Sie können von den Impfzentren abgewiesen werden, auch wenn sie sich zur Impfung angemeldet haben.

Die Terminvergabe für die Impfung erfolgt über das Anmeldesystem des BAG. Während der ersten Tage sei es bei der Terminzuteilung zu Komplikationen gekommen, sodass die vorgesehene Zuteilung der Impftermine nach der Reihenfolge der Anmeldung nicht funktioniert habe, heisst es weiter. Man bedauere diese Unannehmlichkeiten, habe aber keinen Einfluss auf das System und die Terminvergabe, so der Kanton. Es wird erwartet, dass die Unregelmässigkeiten bei der Terminvergabe so rasch wie möglich korrigiert werden. (paa)

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