Graubünden ist relativ verschont geblieben
In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es in Graubünden geblitzt, gedonnert und geregnet. So zog ein erstes Gewitter um Mitternacht von Glarus kommend über das Churer Rheintal in Richtung Engadin. Auch in der zweiten Nachthälfte bis zum Morgen waren Gewitter unterwegs. Zwar beruhigte sich das Wetter im Laufe des Morgens, am Montagnachmittag wurde es in Graubünden dann aber nochmals nass.
Unterbrochene Bahnlinie
Aufgrund der heftigen Regenfälle kam es zu einem etwas grösseren Vorfall auf der Strecke der Rhätischen Bahn (RhB) zwischen Valendas und Versam. Die starken Niederschläge führten zu einem Murgang beim Carrerabach, welcher über die Gleise trat, wie Simon Rageth, Mediensprecher der RhB erklärt. Auf rund 150 Meter wurden die Gleise von Material bedeckt. Bis am Dienstagmittag wurde die Strecke jedoch erfolgreich geräumt und konnte wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden. «Nun wird noch angeschaut, ob es zu Schäden gekommen ist, die mittelfristig repariert werden müssen», so Rageth.
Regen unterbricht RhB-Bahnverkehr
Zum Zeitpunkt des Ereignisses befand sich dank eines Frühwarnsystems kein Zug im Gefahrenbereich. Denn weil es schon im Jahr 2017 zu einem Murgang am Carrerabach kam, ist seit 2019 ein Alarmierungssystem in diesem Gebiet im Einsatz. Laut Rageth misst das Alarmierungssystem die Pegelstände im Bach. «Sobald gewisse Werte überschritten werden, wechseln die Signale bei der Zugstrecke auf Rot und die Züge dürfen nicht weiterfahren.»
Während des Streckenunterbruchs verkehrten Bahnersatzbusse zwischen Ilanz und Chur. «Für die betroffenen Reisenden ist so etwas natürlich immer ein wenig ärgerlich, aber sie haben dennoch viel Verständnis in solchen Situationen», betont Rageth.