Graubünden ist bei den Reichen und sehr Reichen weiter beliebt
Die Pandemie hat den Vermögen der Superreichen nichts anhaben können. Um 115 Milliarden Franken oder um 16,3 Prozent hat das Gesamtvermögen der 300 Reichsten der Schweiz in nur einem Jahr zugenommen. Sie verfügen zusammen über 800 Milliarden Franken. Am meisten Geld besitzen die Gebrüder Jonas, Peter und Mathias Kamprad am Genfersee. Das Vermögen der Ikea-Möbelhändler beträgt wie im Vorjahr 55 bis 56 Milliarden Franken. Dies schreibt das Wirtschaftsmagazin «Bilanz», das in seiner Dezemberausgabe mit dem Titel «Gold-Bilanz» zum 33. Mal die 300 Reichsten der Schweiz aufgelistet hat. Aufnahme in die Liste finden Schweizerinnen und Schweizer mit einem Mindestvermögen von 100 Millionen Franken. Elf Superreiche sind erstmals aufgelistet. Davon niemand aus dem Kanton Graubünden.
Familie Blocher verliert einen Rang
Dennoch ist es dieses Jahr den reichen Menschen mit Wohnsitz in oder Bezug zum Kanton Graubünden gut ergangen. So beträgt das Vermögen der 13 reichsten Menschen in der Schweiz mit einem Bezug zum Kanton Graubünden knapp zehn Prozent des Gesamtvermögens der Schweiz oder zwischen 70 und 80 Milliarden Franken (siehe Grafik). Dazu kommen neun Personen mit Bündner Bezug, die über ein Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe verfügen.
In der Kategorie der Reichsten hat das Vermögen der Unternehmerfamilie Blocher dank gutlaufender Geschäfte der Ems-Chemie um vier Milliarden auf 19 bis 20 Milliarden Franken zugenommen. Dennoch verlor die Familie im nationalen Ranking einen Platz und liegt neu auf Rang 6. Der Wert des Ems-Chemie-Aktienpakets der Schwestern Magdalena Martullo-Blocher, Rahel Blocher und Miriam Baumann-Blocher stieg auf 15 Milliarden Franken. Das Vermögen der drei reichsten Schwestern der Schweiz ist in nur einem Jahr um zwei Milliarden gewachsen, heisst es in der «Gold-Bilanz».