Langer Atem für den Golfmarathon
Vier Runden Golf am Stück mag für den Laien nach einer legeren Wanderung klingen. Golferinnen und Golfer wissen indes, dass bereits eine Runde à 18 Löcher sehr anforderungsreich sein kann. Vier Runden nonstop dagegen fordern Körper und Geist aufs das Äusserte. Dreizehneinhalb Stunden Golf am Stück, 72 gespielte Löcher und rund 22 Laufkilometer gehen selbst an den Fittesten nicht spurlos vorbei. Um fünf Uhr in der Früh trafen sich die Teilnehmenden am gemeinsamen Frühstücksbuffet, notabene für den «Morgenappell», an dem die letzten Informationen vor dem ersten Schlag um sechs Uhr verkündet wurden. Danach folgen in der Regel 300 bis 400 Schläge.
Hochkarätige Teilnehmer
Auf sämtlichen 18 Löchern erfolgte der Start gleichzeitig in Dreier-Flights: Summa summarum ergibt das 54 Teilnehmende, was wiederum einen ausgebuchten Golfmarathon bedeutete. Sage und schreibe 18 Spieler traten mit einem Handicap (HCP) unter 10.0 an. Für reichlich Spannung war also gesorgt. In der Favoritenrolle fand sich Jean-Robert Spengler (HCP 0.5), denn für ihn ging es um die Titelverteidigung nach seinem Vorjahres-Triumph. Die himmlischen Wettermacher spielten leider nicht nach Wunsch mit. Heftige Gewitter in der Nacht zuvor hinterliessen deutliche Spuren auf dem Platz. So mussten ein paar grosse Pfützen auf den Fairways umspielt werden, gemäss Golfregeln darf der Ball dort rausgenommen und neu platziert werden. Aber wie so oft kam es weniger schlimm als befürchtet. Bloss die ersten eineinhalb Runden regnete es verhalten, die vorausgesagten Gewitter hielten sich zum Glück zurück.
Unabdingbare Energiezufuhr
Bei jeder Marathon-Form spielt die Energiezufuhr eine entscheidende Rolle. So installierten sich bei den Löchern zwei und neun Gina Weber und Eva Stöcklin, beide in der Charge charmanter Verpflegungs-Bienchen, um während des ganzen Tages hausgemachte Leckereien feilzubieten. Dafür gab es viel Applaus. Mit ihren kulinarischen Einlagen glänzten des Weiteren die Golfrestaurant-Pächter Sonja und Tom Franzl inklusive ihres Teams. Einmal mehr servierten sie den «Marathönlern» Spezialitäten von erlesener Güte und ernteten anlässlich der Preisverleihung ebenfalls viel Lob.