Goggia legt im Kugelkampf vor, Suter mit fast perfektem Wochenende
Sofia Goggia legt in Soldeu mit dem Sieg im zweiten Super-G im Kampf um die kleine Kristallkugel vor. Corinne Suter verpasst ihre dritte Top-3-Klassierung innert 72 Stunden als Vierte knapp.
Wie schon am Samstag eröffnete Suter das Rennen. Und wiederum nutzte die Schwyzerin den Vorteil der tiefen Startnummer bei aufgeweichter und gesalzener Piste. Am Ende fehlten ihr in den andorranischen Pyrenäen 29 Hundertstel auf die Norwegerin Kajsa Lie. «Natürlich wäre es schön gewesen, wieder auf dem Podest zu stehen. Aber ich bin sehr zufrieden mit den letzten drei Rennen. Es hat so Spass gemacht, zu fahren», sagte Suter im SRF-Interview mit Blick auf ein fast perfektes Wochenende.
Suter einsame Spitze
Dieses war nach ihrer Anfang Dezember erlittenen Verletzung (Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, eine Prellung des linken Kniegelenks und eine Fraktur im rechten Rückfussbereich), ihrem Comeback im Januar und enttäuschend verlaufenen Olympischen Spielen nicht absehbar gewesen. Der Sieg am Freitag in der Abfahrt kam völlig überraschend. Platz 3 am Samstag im ersten Super-G war eine Bestätigung der ansteigenden Form. Der 4. Rang am Sonntag unterstrich, dass die 31-Jährige definitiv zurück ist in der Weltspitze. «Es ist schön, wieder mit Vertrauen Ski zu fahren», so die Abfahrts-Olympiasiegerin (2022) und -Weltmeisterin (2021).
Suter zeichnete in Abwesenheit der verletzten Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin einmal mehr für das einsame Schweizer Spitzenresultat verantwortlich. Mit Malorie Blanc (15.) und Stefanie Grob (23.) klassierten sich lediglich zwei weitere Athletinnen von Swiss-Ski in den Punkterängen.
Goggia baut Vorsprung aus
Einen grossen Schritt Richtung kleine Kristallkugel machte Sofia Goggia. Am Samstag «nur» auf Platz 6, feierte sie am Sonntag ihren zweiten Saisonsieg im Super-G und dürfte bei noch zwei ausstehenden Rennen und 84 Punkten Vorsprung auf die Neuseeländerin Alice Robinson (7.) nur noch schwer von der Spitze zu verdrängen sein.