Glarus will historische Ortsbilder erhalten
Die Hausanalyse von Espace Suisse – dem Schweizer Verband für Raumplanung – ist ein standardisiertes Beurteilungsinstrument für Liegenschaften. Sie dient dazu, den Zustand eines Hauses zu beurteilen und dessen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Der Kanton Glarus führt dieses Instrument nun ein, um Eigentümern von Altbauten die Möglichkeit zu bieten, das Potenzial eines Erhalts sowohl aus räumlicher als auch ökonomischer Sicht zu ermitteln.
Wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt, können damit günstige Alternativen zum ressourcenintensiven und für das Ortsbild oft nachteiligen Ersatzneubau aufgezeigt werden.
Testphase: Wohnen im Altbau
Gemäss der Mitteilung wird das Instrument von Espace Suisse in anderen Kantonen bereits erfolgreich eingesetzt. Nun hätten die Fachstelle Denkmalpflege und Ortsbildschutz des Kantons eine entsprechende Testphase gestartet, um die Hausanalyse auch in Glarus zu etablieren.
Mit der «aus wirtschaftlicher Sicht erfreulichen» Zunahme der Bautätigkeit im Glarnerland nehme der Entwicklungsdruck auf die Dorfkerne zu, heisst es weiter. Dementsprechend steige auch die Nachfrage nach neuen Wohnnutzungen in alter Bausubstanz.