Glarus Süd bittet die Bevölkerung um Ideen
Keinerlei Vorkenntnisse benötigt», heisst es auf der Einladung, die gestern in den Haushalten von Glarus Süd verteilt wurde. Gefragt sind darin aber Einwohnerinnen und Einwohner von Glarus Süd, denen die Zukunft ihrer Gemeinde am Herzen liegt. Solche, die Ideen, Visionen oder Vorschläge haben, wie sich die Gemeinde in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Oder auch solche, die einfach gern mithören oder mitdiskutieren wollen.
Organisiert wird der Workshop im Gemeindezentrum Schwanden von Studierenden der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und dem Departement Wirtschaft und Finanzen der Gemeinde Glarus Süd.
Nachhaltigkeit umsetzen lernen
Während drei Semestern beschäftigen sich 20 Studierende der ZHAW derzeit intensiv mit nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten von Glarus Süd. «Sie werden einmal Umweltingenieure sein und sogenannte ‹Changemaker Nachhaltigkeit›, die ihre Ideen auch umsetzen können», erklärt Yvonne Pirchl-Zaugg, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der ZHAW in Wädenswil.
Im vergangenen Herbst haben die Studenten bereits während mehrerer Tage Glarus Süd erwandert und erforscht. Nach ihrer Feldforschung recherchierten sie in der Literatur, verglichen Zahlen und Statistiken, um Stärken und Schwächen oder die Potenziale der Gemeinde zu analysieren. Sie trafen sich auch an einem Workshop mit ausgewählten Ansprechpartnern in Rüti sowie mit Vertretern der Gemeinde Glarus Süd. Im jetzigen Schritt wollen sie mit der Bevölkerung über die fünf von ihnen zuletzt ausgewählten Themen diskutieren.
Die Einheimischen involvieren
Im Fokus stehen am 28. März die Themen Glarner Naturschätze, Familien und junge Menschen, die Lebensqualität in der Gemeinde, Natur- und kulturnaher Tourismus sowie das Image von Glarus Süd. «Die Studenten werden aber nicht darüber referieren, sondern nur den Rahmen geben», erklärt die Projektleiterin. «Die Innensicht der Einheimischen, wie sie ihre Gemeinde mit ihren Stärken und Schwächen sehen, ist für die Studierenden das Wichtigste.» Es gehe dabei neben Projektideen, Herausforderungen und Stolpersteinen auch um Idealvorstellungen und Visionen, fährt Pirchl fort.