Glarus steht finanziell weiterhin gut da
Zum 14. Mal in Folge kann der Kanton Glarus einen positiven Rechnungsabschluss verbuchen. Wie es in einer Mitteilung heisst, schliesst die Jahresrechnung 2018 bei einem Aufwand von 389,5 Millionen und einem Ertrag von 391,4 Millionen Franken und damit besser als budgetiert.
Bei Bruttoinvestitionen von 31,4 Millionen Franken betragen die Nettoinvestitionen des Kantons 15,8 Millionen Franken. Die Selbstfinanzierung beläuft sich auf 19,9 und der Finanzierungsüberschuss auf 4,1 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt laut Mitteilung bei 126 Prozent. Das Eigenkapital beträgt 361,5 und das Nettovermögen 188,7 Millionen Franken.
Sparsame Verwaltung
Das positive Ergebnis ist laut Mitteilung primär darauf zurückzuführen, dass die Ausgaben kaum gestiegen sind. Sie liegen sogar tiefer als im Vorjahr. «Die Verwaltung ist sparsam mit den öffentlichen Mitteln umgegangen und hat einen wesentlichen Beitrag zum guten Jahresergebnis geleistet», heisst es. Somit konnte der Anstieg der Kosten gebremst werden. Dies sei deshalb erwähnenswert, da viele grosse Ausgabenpositionen wie die Gesundheit oder das Soziale gesetzlich gebunden seien und nicht im unmittelbaren Einflussbereich des Kantons liegen.
Weniger Steuern eingenommen als erwartet
Etwas enttäuschend entwickeln sich die Steuererträge für den Kanton. Wie es heisst, mögen diese nur auf den ersten Blick zu überzeugen. Zwar ist der Fiskalertrag 2018 höher als im Vorjahr und auch höher als budgetiert, das muss bei der aktuell gut laufenden Konjunktur jedoch so sein. Schwierig erklärbar sei deshalb die Tatsache, dass bei den Unternehmen die Gewinnsteuern als wichtigste Einnahmequelle tiefer ausfielen als noch 2017.